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Kleiner Mönch

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Samstag, 8. Mai 2010, 09:15

Falzwerk / römisches Patrouillenboot Oberstimm1 / 1:32

In Bremerhaven hat Herr Guttandin ein römische Patrouillenboot als Papiermodell ausgestellt. Von ihm gibt es auch noch ein Papiermodell von einem Wrack eines solchen Bootes.

In der Bauanleitung steht: „Die römischen Kriegsschiffe wurden 1986 unweit des Römerkastells von Oberstimm entdeckt und 1994 geborgen. Im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz (RGMZ) wurden sie konserviert, wissenschaftlich bearbeitet und rekonstruiert. Die Wracks sind im Kelten Römer Museum Manching ausgestellt. „Oberstimm 1“ diente als Grundlage für den Nachbau „Victoria“ für das LWL Römermuseu Haltern am See.“

Auf dem Modellständer des Baubogens steht: „Bei Grabungen unweit des Römerkastells von Oberstimm, am Rande des Donautals südlich von Ingolstadt, wurden 1986 die Fragmente zweier Schiffswracks, Oberstimm 1 und 2, entdeckt und geborgen.
Das Schiff Oberstimm 1 wurde um 110 n. Chr. erbaut und diente zur Grenzsicherung auf der Donau. Die Beschädigungen am Rumpf entstanden durch eingeschlagene Pfähle zur Uferbefestigung und durch die Schaufel eines Baggers beim Anlegen eines Grabungsschnittes zur Untersuchung des Geländes.
Beide Schiffe wurden im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz konserviert, wissenschaftlich bearbeitet und rekonstruiert. Die Wracks sind im Kelten Römer Museum Manching ausgestellt. Oberstimm 1 diente als Grundlage für den Nachbau der „Victoria“ im Jahr 2008.“

Im Forum wurde ja eine Mail-Adresse genannt. Deshalb kurz angemailt und einen Bogen bestellt. Der Bogen kostet 12,80 Euro zzgl. Porto. Innerhalb von 2 Tagen waren die Bögen dann im Briefkasten.

Ausgepackt halte ich dann 2 DIN A4 Seiten zweiseitig farbig bedruckter Bauanleitung und 7 Seiten Baubogen in den Händen. Dazu gibt es dann noch einen DIN A4 Bogen 1,5 mm starker Finnpappe zum verstärken. Das Modell ist im Maßstab 1:32 konstruiert und wird 46 cm lang.

Die Bauanleitung besteht aus Text mit vier aussagekräftigen Zeichnungen.
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Samstag, 8. Mai 2010, 09:18

Und hier die Bögen
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Samstag, 8. Mai 2010, 09:20

Und die letzten beiden.

Der Druck ist sauber, die Farben geben antikes verwittertes Holz sehr genau wider.
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Samstag, 8. Mai 2010, 09:27

Neben dem Wrack gibt es von Herrn Guttandin auch die Rekonstruktion des Bootes Oberstimm 1.
Der Bogen kostet 18,70 Euro und ist ebenfalls im Maßstab 1:32 gehalten. Die Länge des fertigen Modells beträgt 50 cm.

Auf der Bauanleitung hat Herr Guttandin geschrieben: „Zur Sicherung des „nassen Limes“ verwendeten die Römer auf Rhein, Main und Donau geruderte Patrouillenboote. Sie wurden vor Ort aus einheimischen Hölzern und mit Hilfe lokaler Handwerker nach mediterraner Tradition gebaut. Die Rekonstruktion erfolgte nach einem von zwei Wracks römischer Kriegsschiffe, die 1986 unweit des Römerkastells von Oberstimm entdeckt und 1994 geborgen. ...“

Auf dem Modellständer findet sich die Information: „Zur Sicherung des „nassen Limes“ verwendeten die Römer auf Rhein, Main und Donau geruderte Patrouillenboote. Bei günstigem Wind konnte ein Hilfssegel gesetzt werden. Die Boote wurden vor Ort aus einheimischer Kiefer und Eiche gebaut. Die Plankenverbindung erfolgte mit Federplättchen, die in die Kanten der Planken eingelassen und mit Holznägeln gesichert wurden. Alle weiteren Einbauten erfolgten nach Fertigstellung der Rumpfschale. Die Reisegeschwindigkeit dieser Schiffe lag bei ca. 4-5 Knoten (etwa 8 km/h).“

Der Modellbaubogen besteht aus sechs Seiten Anleitung mit Text und Zeichungen und 10 Seiten dickere Blätter DIN A4 mit den einzelnen Bauteilen. Dazu gibt es ein Blatt, ich nenne es mal so, Büttenpapier mit den Teilen für ein Segel und einen Bogen Finnpappe 1,5 mm stark.
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Samstag, 8. Mai 2010, 09:31

Hier die Bögen:
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Samstag, 8. Mai 2010, 09:35

Im Baubogen sind auch ein Steuermann, ein Soldat, der wohl die Patrouille führt, und 20 Ruderer. Die Figuren sind etwas flach gehalten, aber da läßt sich wohl noch was machen.

Insgesamt sind diese zwei Modelle beeindruckend recherchiert und ausgeführt. Der Kontakt mit dem Konstrukteur ist äußerst freundlich und schnell.
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Wiesel

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Samstag, 8. Mai 2010, 09:46

In Bremerhaven hat mich der Vortag von Herrn Guttandin ziemlich beeindruckt.
Der Bau der Modelle dieser Boote ist sicherlich schon eine kleine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Römischer Bootsbau".

Danke für die Vorstellung der Bögen.
Bis die Tage...

Helmut

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In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



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Samstag, 8. Mai 2010, 09:48

Moin Kleiner Mönch!

Auf den Baubericht freue ich mich schon, denn der Vortrag über diese Modelle hat mich in Bremerhaven wirklich gefesselt!

CU

Rocky
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Dienstag, 11. Mai 2010, 13:47

Hallo Kleiner Mönch,

Zitat

Original von Kleiner Mönch
... Dazu gibt es ein Blatt, ich nenne es mal so, Büttenpapier mit den Teilen für ein Segel ...


Nachdem ich den Bogen jetzt auch in Händen hab:

Das ist kein Büttenpapier, sondern gefärbtes sog. "Ingres-Papier", erkennbar an der typischen Siebstruktur, die man auf dem Papier erkennt, wenn man es gegen das Licht hält.

Schöne Grüße!
Bernhard

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Dienstag, 11. Mai 2010, 14:03

Zu diesem Thema gibt es auch zwei drei Bücher mit guten Zeichnungen Fotos und Linienrissen. Damit ließe sich auch ohne Baubögen die Schiffe nachbauen. Allerdings sind die Bücher nicht ganz billig.
Ist auf jeden Fall ein interesasntes Thema das im Modellbau kaum beachtet wird.

Gruß Schlickrutscher
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hemingway

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Mittwoch, 12. Mai 2010, 07:46

Nur zur Ergänzung:

Herr Guttandin arbeitet derzeit an weiteren Kartonmodell-Projekten antiker Schiffe, wie er mir mitgeteilt hat.

Auf diese Website des Römisch-Germanischen Zentralmuseums hat er mich zur Information hingewiesen:

http://www2.rgzm.de/Navis/Home/NoFrames.htm

Dort findet man eine sehr gute Übersicht über Schiffsfunde aus der Antike.

Gruss Bernhard

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Peter P.

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Mittwoch, 12. Mai 2010, 08:13

Es wird zwar Monate dauern bis man sich daurch diese Seite durchgeklickt hat, aber da gibt es ja alles was das Herz begehrt!
Danke!


Ist Rechtschreibschwäche und grenzenlose Blödheit abmahnfähig?

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