fuchsjos

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Freitag, 22. Januar 2016, 11:30

F-16 C Halinski 1:33

Nach meinen letzten Modellen aus dem Bereich der Bodendecker hatte ich mal wieder Lust auf ein Fliegerchen. Meine Wahl fiel hierbei auf die F-16, da ein Jet mit seiner länglichen Bauform auch noch locker in ein Regal (Vitrine) paßt und weil mir die schnittige Form dieses Vogels einfach gefällt.

Den ersten Bau (etwa 2/3 des Rumpfs) habe ich in der Ablage rund versenkt ... die Ungenauigkeiten des Rumpfs (Spantengerüst) und die Optik hatte meinen doch recht hohen Ansprüchen nicht genügt. Aber aufgegeben wird nur ein Brief, daher starte ich nun einen zweiten Anlauf mit sehr großen Änderungen.

Der vorhandene Baubogen wird fast komplett neu gestaltet - doppelte Beplankung, Lackierung, Spant auf Spant Methode ... Weiters werde ich meinen Lasercutter bis an die Grenzen fordern und sämtliche Beplankungen und Nieten in den Karton lasern (gravieren) damit das Teil nach der Lackierung nicht allzu fade aussieht. Natürlich ist das mit einer Riesenarbeit auf dem PC verbunden und wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und der Baufortschritt wird daher nur sehr sporadisch und in kleinen Abschnitten erfolgen, aber ich bin ja nicht auf der Flucht.

Am meisten störte mich beim ersten Anlauf die Form der Nase. Die Stupsnase des Originals konnte mit der vorgegebenen Bauweise nicht einmal annähernd erreicht werden, daher bin ich beim zweiten Versuch einen anderen Weg gegangen. Nach dem Organisieren von ordentlichen Zeichnungen habe ich den vorderen Abschnitt des Rumpfs in 3-D konstruiert und eine Form mit dem 3-D Drucker gemacht. Über diese Form wurden dann die Papierteile geformt und angepaßt. Die Oberfläche eines 3-D-Drucks ist ja für Modellzwecke unbrauchbar, aber mit einer Kaschierung durch Papierteile sehr gut verwendbar - die Unebenheiten des Drucks werden mit dem Papier perfekt geglättet und durch die stabile Unterlage ist beim Formen auch die Gefahr des Verbeulen und Eindrücken gebannt.

Die Papierteile werden dann mit Tapetenkleister auf die Kunststoffbasis aus dem 3D-Drucker aufgeklebt. Durch das Einweichen mit dem Kleister werden die Papierteile sehr weich und gut formbar. Durch die Feuchtigkeit werden die Teile etwas größer und können mit gewissen Toleranzen sogar durch (sehr vorsichtiges) Dehnen in die optimale Form gebracht werden. Nach dem Trocknen des Kleisters ziehen sich die Papierteile dann wieder etwas zusammen (aber nicht bei den fest angedrückten Stößen) und legen sich ganz glatt an die Unterlage. Ist genauso wie beim Tapezieren der Wand. Diese sehr aufwändige Methode mit dem §d-Druck wende ich aber nur bei der Nase und bei einigen sehr kritischen Teilen an. Die meisten Rumpfsegmente werde ich mit normaler doppelter Beplankung bauen - hier ist halt die erste Schicht die Unterlage für die gekleisterte Deckschicht. Die Unterlage wird zu diesem Zweck mit einer satten Schicht Lack versiegelt.

Wie ich bei der Anpassung der Bauteile vorgehe, werde ich im Verlauf dieses Bauberichts noch aufzeigen.
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Henryk

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2

Freitag, 22. Januar 2016, 11:52

Eine sehr interessante Methode – das fertige Teil (Radom) bestätigt die Durchführbarkeit, und zwar (für meine Augen) perfekt!
Hast Du einen 3D-Drucker oder lässt Du es machen und wenn ja, was sind so in etwa die Kosten?
Herzlichste Grüße
Henryk

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3

Freitag, 22. Januar 2016, 16:20

Ach Du Schande.

Der Josef baut wieder. Und zwar ein Flugzeug.
Ich geh mir dann mal Popkorn holen.

Ich hab die F-16 auch mal gebaut - so zum Einstieg in den Kartonbau. Kann mich aber leider nicht mehr erinnern, wie alles so war.

fuchsjos

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4

Freitag, 22. Januar 2016, 23:18

Eine sehr interessante Methode – das fertige Teil (Radom) bestätigt die Durchführbarkeit, und zwar (für meine Augen) perfekt!
Hast Du einen 3D-Drucker oder lässt Du es machen und wenn ja, was sind so in etwa die Kosten?


Servus Henryk!

Ich habe meinen eigenen 3D-Drucker (Conrad Electronic https://www.conrad.at/de/renkforce-rf100…er-1007507.html ). Für eine Lohnfertigung kann ich auf diese Adresse verweisen: https://www.rapidobject.com/ - der Preis richtet sich nach dem Volumen ... so ein Radom wird geschätzte EUR 15 - 20 kosten.

LG
Josef
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fuchsjos

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Sonntag, 14. Februar 2016, 15:38

Das erste Bild zeigt den Fortschritt bei der Doppelbeplankung. Alle gedruckten Linien wurden nachgezeichnet und beim Lasern eingraviert, desgleichen wurden alle Nieten mit einem 0,3 mm Kreis nachgezeichnet und ebenfalls eingraviert. Beim zweiten Bild habe ich mal versuchsweise mit der Originalfarbe lackiert um zu Testen, ob die gravierten Linien erhalten blieben. Mit dem aufgestecktem Radom (bereits fertig lackiert) konnte ich mir ein Bild machen, wie das Ganze im Endeffekt aussehen wird.
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Sonntag, 14. Februar 2016, 16:22

Halinski? Was soll das sein? "fuchsjos" is das Maß aller Kartondinge :-) Die Teile gravieren is ja absolut abgefahren!

walter
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Henryk

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Sonntag, 14. Februar 2016, 16:29

Super! Aber auf den Bild 4 – rechte Seite - hat man (habe ich) den Eindruck, dass der Karton leicht „eingedrückt“ ist. Optische Täuschung?
Herzlichste Grüße
Henryk

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fuchsjos

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Sonntag, 14. Februar 2016, 16:41

Servus Henryk!

Direkt nach dem Kleistern sind schon einige leichte Wellen und Dellen vorhanden. Der Rumpf wird dann allerdings noch mit Klarlack behandelt, Fugen verspachtelt, geschliffen ... da gibt sich das meiste wieder von selbst.

LG
Josef
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Freitag, 19. Februar 2016, 17:39

Servus Josef,

sehr geiles Material, was du hier ablieferst :thumbsup: . Bin schon sehr gespannt, wie sich das Modell in dieser interessanten Technik weiter entwickelt. Das Radom schaut auf jeden Fall schon mal zum Anbeißen aus ;) .
LG
Michael

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Freitag, 17. März 2017, 12:09

Hallo Josef!

Liegt Dein edler Falke auf Eis, oder etwa schon in der Tonne ;( ?

LG Harald

fuchsjos

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Dienstag, 23. Mai 2017, 12:56

Servus Harald!

Der Falke liegt derzeit auf Eis - ich hatte einen Rückfall und arbeite schon wieder an einem Fahrzeug - diesmal ein Panzer (PzKW 38 t). Aber ich werde an dem Fliegerchen mit Sicherheit weiterarbeiten.

LG
Josef
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