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  • »Kurt Streu« ist männlich
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Samstag, 4. Februar 2012, 19:12

Eine Leiche erwacht. Der Aachener Dom

Liebe Gemeinde.

Es geschehen auch heute noch Wunder.
Ein Scheintoter konnte wieder zum Leben erweckt werden.

(siehe hier = "Leichen" in meinem Keller )

Wie es dazu kam will ich nun schildern.

Von einem Kurzausflug nach Aachen



brachte mir meine Tochter einen Baubogen des Domes mit.



Zu diesem Zeitpunkt war ich aber gerade in Kambodscha mit dem Bau des "Angkcor Wat"
beschäftigt.
Wieder zu Hause zurück machte ich mich mit Feuereifer an diesen uralten Dom ran. Im
Baubogen war das aber ein so großes Gebäude, daß ich die Einzelbogen erst einmal
auf 69% scaliert habe. Das brachte mir im Laufe des Fortschrittes manchen Kummer ein.
Doch davon später.

Als Erstes wurde die Grundplatten-Teile auf eine Hartfaserplatte aufgezogen. Das war gut.
Denn so hatte ich eine gute Kontrollmöglichkeit für die Passgenauigkeit der einzelnen
Bauteile. Und davon gab es eine ganze Menge weil der Dom im Laufe seines Lebens immer
wieder einen Turm, eine Kapelle hier, eine weitere da und noch eine dort angebaut bekam.




Das nächste war dann der Turm der heute den Zugang beinhaltet.




Dann folgte als Nächstes die als erstes entstandenes Bauteil, der Oktogon mit seiner
gefalteten Kuppel. Der Turmschaft war das Problem nicht. Aber in der mageren Anleitung
schon wurde darauf hingewiesen, daß der Einbau der Kuppel die "schwierigste Aufgabe
des gesamtem Baubogens wird !". Andere, die bereits das Modell gebaut haben bestä-
tigten dies. Halleluja, dachte ich. Das Problem liegt im Einbau der Kuppel in den Turm.
Aber ich bin ja kläffer, wie die Engländer sagen. Ich baue die Teile als Module. Im Boden
des Turmschaftes und in Höhe der 8 Giebel klebe ich formgerechte Pappe ein. Ebenso
ein gleiches Teil für die Unterseite der Kuppel. Prima.



Von der ersten Überraschung berichtet später

KURT, der Streu

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modellschiff

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Samstag, 4. Februar 2012, 19:36

Hallo Kurt,

das wird ein schönes Modell, der Aacher Dom. Es diffizil wird das Dach des Oktogon. Das ist nich schön grade wie wir das heute gerne hätten.

Ich habe beim Zusammenkleben diesen Teils mit Klebelaschen aus Schreibmaschinenpapier gearbeitet. Sollte es irgendwelche Fragen geben, schau bitte in Architektur Aachener Dom rein.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »modellschiff« (3. März 2012, 19:28)


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Sonntag, 5. Februar 2012, 17:31

Weiter geht's frischen Mutes

Hallo Modellschiff
vielen Dank für den Hinweis auf Deine Erfahrung mit dem gleichen Bogen. Dort wurde ich
schon vor Beginn meiner Arbeit fündig und konnte gleich auf die Idee mit der modularen
Ausführung der Einzelteile kommen.

Jetzt die Kuppelteile ausgeschnitten und sorgfältig zusammen geklebt. Das letzte Segment...
Ei der Daus. als eben das festsaß zog die Kuppel die "Beinchen" zusammen. (Bild 6)

Bei einer Probe stellte sich heraus das die Montage (Einbau des Kuppelmoduls) ohne Probleme
durchzuführen war. Gute Idee aber nutzlos. (Bild 7)


Nächster Versuch zur Feststellung der grundsätzlichen Maße. (Bild 8)


Erneute Versuche mit einer Boden-Formverstärkung und einem Bogenmodell in Form eines
Tischtennisballes. (Bild 9)

Weitere Versuche mit Böden und Kragen. Insgesamt etwa 16-mal das Ding gebaut. (ich kann
das Wort Kup... nicht mehr sehen, hören oder Schreiben) (Bild 10)

Ach hätten die Verantwortlichen doch das Dach so belassen, wie auf dem alten Stich (entnom-
men aus dem Baubogen-Buch) zu sehen, als Spitzdach. (Bild 11)

So jammert

KURT, der Streu
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Samstag, 11. Februar 2012, 17:58

Tiefe Nacht und Morgendämmerung

Grüß Dich Ulrich. Von Deinem Bericht habe ich rechtzeitig gelernt wie Du im Folgenden
lesen kannst.

Nun zum Thema

In meiner Verzweiflung habe ich dann einen "internationalen" Hilferuf ausgestoßen, ich
meine ausgeschrieben. Der hatte, wie zu erwarten Erfolg. Das erste Angebot über die
Neufassung der Kuppel über ein CAD-Programm erreichte mich kurze Zeit später. Der
freundliche Helfer, Bernhard, hatte aber aus beruflichen Gründen immer nur kurze Zeit
für die nicht gerade einfache Arbeit und bat mich gleichzeitig um Geduld. Als nach
3 Wochen ein weiteres Angebot eintraf habe ich auch diesem Freund, Bernd, die
Unterlagen zugeschickt.

Bernd hatte aus persönlichen Gründen mehr Zeit und im Verlauf der Kontakte und
Zwischenberichte kristallisierte sich dann eine Lösung heraus die zum einem Erfolg führte.



Original-Bogen und Bearbeitung.

Wegen der fast unmöglichen Montage der Kuppel auf dem Oktogon hatte ich die Idee
die Kuppel auf einem 1 mm Kartonboden zu montieren. So konnte ich das selbständige
Teil leicht von oben in den Turmschaft einführen. Dort hatte ich ja eine Aussteifung
eingesetzt.




Die einfachen bisherigen achteckigen Böden waren ein Irrweg. Nun machte ich weitere
Versuche mit sternförmigen wobei der 21. dann endgültig den Erfolg brachte.




Nachdem Freund Bernd so viel Arbeit in sein Hilfsprogramm gesteckt hatte, wollte ich
ihn nicht mit einem letzten Mangel belatschern. Denn nun schlossen die 8 Giebel nicht
an die Kuppel an. Das man diesen Mangel nur bei genauer Betrachtung aus nächster
Nähe erkennt nehme (nervgestresst) ich in Kauf.




Jetzt waren alle Module fast fertig bis auf die Chorhalle die dann fast keine Probleme
aufwarfen.



Es zeigt mit vorstehndem Bild den Startpunkt der Fertigstellung

KURT, der Streu

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kurt Streu« (20. Februar 2012, 09:34)


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Sonntag, 19. Februar 2012, 16:10

Die Sonne geht auf.

Nach einer Woche arbeitsreicher Pause (kein Paradox, so etwas gibt es) geht es weiter
im Bericht.

Nachdem alles vorbereitet ist kann zusammengebaut werden was zusammen ......
Hoppla, der Satz kommt mir irgendwie bekannt vor. Also streichen wir die letzte Zeile
und pappen lieber alles zusammen.

Das kann weitgehend ohne großen Erklärungen vor sich gehen.

So ganz ohne geht es doch nicht. In Bild 20 scheint sich die Grundplatte aufgewölbt
zu haben. Zum Glück nicht. Die Fotos wurden auf einer großen Graupappe, die gebogen,
sowohl den Boden als auch den Hintergrund, darstellt, gemacht.

Die verwünschte Ku... habe ich nicht fest eingebaut. Die kann man nach oben als
Ganzes heraus ziehen. Könnte ja sein, daß es doch noch andere Lösungen gibt.
Vielleicht zieht auch das Oktogon noch seinen Hut vor mir ob der aufgebrachten Geduld.

So von allen Seiten gezeigt sieht das Gemäuer eigentlich ganz ordentlich aus, wenn
man so in natura rundherum marschiert. Als ich aber soweit alles zusammen hatte und
mir das Gebäude von oben betrachtete war ich enttäuscht.

Das Ding ist so was von Körmel (Wirrwarr) mit all seinen Anbauten, aber UUUraaalt.
Na ja, ist ja auch was wert. Trotzdem meine größte Hochachtung vor den Baumeistern.

Über die Baumängel will ich aber nicht sprechen (letztes Word streichen, soll heißen
"schreiben").

Demnächst hört ihr mehr von

KURT, dem Streu
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Ehemaliges Mitglied P_H

unregistriert

6

Sonntag, 19. Februar 2012, 16:15

Hey Kurt
Vielleicht zieht auch das Oktogon noch seinen Hut vor mir
Jedenfalls ziehe ICH MEINEN Hut vor Dir und Deinem Bau. Dass die Kuppel "nur" eingesteckt ist sieht man nicht und ich denke, das grenzt an Perfektion!
Gratuliere zu diesem aussergewöhnlichen Modell und dem wie immer humorvollen Bericht.

Ich freue mich schon auf den nächsten ;)


Kleb wohl
Peter

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