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Montag, 28. Januar 2008, 19:11

Eilig in Deckung - Rammstöße und Selbstbeschuß

Wie der [URL=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,531514,00.html]Spiegel berichtet[/URL], ging unlängst auf Youtube ein Video namens German Navy Boats crashing auf Sendung, welches sich mit einem Unfall zweier Schnellboote beschäftigt. Daher habe ich mich auch entschlossen, das unter "Originale" einzustellen ;-)

Der zitierte Bericht liest sich auch sehr interessant - ich hätte nicht erwartet,daß die Bundesmarine 2007 ein dermaßen schlimmes Jahr hatte. V.A. die Aktion mit dem Einbau der Maschinenkanone macht mich nachdenklich...

Old Rutz
Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang

Michael Urban

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2

Montag, 28. Januar 2008, 19:45

Jaja... knutschende Schnellboote, Minensucher auf Abwegen, unmotiviertes Umhergeballere, Fregatten die auseinanderfallen, weil man sie benutzt...

...aber Hauptsache in Afghanistan läuft die Mülltrennung...

Irgendwie bewahrheitet sich der alte Spruch "Die Bundeswehr ist nur dazu da, den Feind solange zum Lachen zu bringen, bis die Armee eintrifft".

In diesem Sinne,
friedliches Kleben

Michael

Henry

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3

Montag, 28. Januar 2008, 19:51

...ja, ja, 300 Millionen für ne lahme Fregatte, was solls, ich habs doch :D
Henry der Steuerzahler
Henry Gölz verstarb am 09.12.2010 an den Folgen einer Krankheit. Mitglieder und Team von Kartonbau.de vermissen Henry und seine Beiträge sehr. Seine bisherigen Beiträge in unserem Forum sind nun Teil unser Erinnerung an Henry.

Simon

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4

Montag, 28. Januar 2008, 20:23

Zitat

Original von Michael Urban
unmotiviertes Umhergeballere


Was hatte es damit noch gleich auf sich?
Aus beruflichen Gründen zur Zeit leider nur passive Beteiligung ...

Michael Urban

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5

Montag, 28. Januar 2008, 20:40

Hoi Simon,

so ganz kriege ich es nicht mehr zusammen - aber irgendwie hat sich wohl beim Rumspielen mit der Bordkanone plötzlich und unerwartet ein scharfer Schuß gelöst... Getroffen hat's wohl den eigenen Dampfer.

Viele grüsse
Michael

6

Montag, 28. Januar 2008, 20:50

RE: Eilig in Deckung - Rammstöße und Selbstbeschuß

Meinst Du vielleicht was von dem oder war da sonst noch was?

Zitat

Original von Spiegel
(...), krachte es im Ärmelkanal: Am 2. Mai verpasste sich die Fregatte "Lübeck" einen Schuss in den Bug. Ein 76-Millimeter-Geschoss donnerte neben dem Ankerspill ins Vorschiff, als Soldaten eine Ladehemmung der Bordkanone beseitigen wollten.

Schon im August wummerte es abermals - nun an der Kieler Förde. Beim Einbau eines "Leichtgeschützes" auf dem Minenjäger "Bad Rappenau" fegten unversehens fünf 27-Millimeter-Geschosse aus der Kanone. (...)


Old Rutz
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Simon

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7

Montag, 28. Januar 2008, 21:41

RE: Eilig in Deckung - Rammstöße und Selbstbeschuß

Man fasst es nicht! Wie man mit einer scharfen Kanone hantiert, bzw. nicht hantiert, ist doch das allererste, was man beim "Verein" lernt. Andererseits sind während meiner Dienstzeit auch immer wieder Kameraden auf irgendwelchen Schießplätzen umgekommen, weil sie z.B. von ihren Kumpels für die Ziele in einem Nachtschießen gehalten worden waren. Man fragt sich ja immer, für wen all die teilweise idiotisch anmutenden Sicherheitsbestimmungen gemacht sind. Angesichts solcher Geschichten wird einem das dann klar.
Ich meine, die Jungs doktern an einer scharfen, ladegehemmten Bordkanone rum, während das Rohr aufs eigene Schiff gerichtet ist? Und dann lösen sich fünf Schüsse beim EINBAU eines Geschützes? Die bauen eine fertig geladene, vollautomatische Maschinenkanone ein? Ist ja ungefähr so, als würde man mit nem durchgeladenen und entsicherten Sturmgewehr Waffendrill praktizieren und dann zu Prüfzwecken vorn in den Lauf linsen. Hallo, Dienstaufsicht? Schon mal dabei gewesen?

Simon
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flimounet

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8

Montag, 28. Januar 2008, 22:05

Dienstaufsicht nûtzt manchmal auch nichts. Ein Freund von mir wollte am Schießplatz eine Ladehemmung beheben. Bevor der Unteroffizier eingreifen konnte hatte er sich bereits 5!! 5,56 mm durch den Kopf gejagt. Das Gewehr war auf Dauerfeuer eingestellt…

Etwas erheiternder war der Waffenmeister welcher nicht in der Lage war einen einzigen Schuß abzufeuern. Bei der Überprüng der Waffe stellte man fest………………… daß er den Schlagbolzen verkehrt rum eingebaut hatte.




gruß
Andreas

Simon

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9

Montag, 28. Januar 2008, 22:51

Grausig! 8o
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10

Dienstag, 29. Januar 2008, 18:40

Mir fällt da nur ein Wort ein: Inkompetenz! Aber total!

Tschüß
Der Bär

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11

Dienstag, 29. Januar 2008, 22:02

Nanu. haben wir die Glotze aufgeweckt? Heute haben sie es in den Nachrichten gezeigt.
Der Weg ist das Ziel ! Aber Wege können auch beschwerlich sein!

Simon

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12

Dienstag, 29. Januar 2008, 23:17

Das Bizarre bei der Sache mit dem Minensucher ist ja, dass es zumindest so aussieht, als hätte der das geschafft, auf den einzigen Felsen weit und breit zu laufen. Aber es gibt überhaupt erstaunlich viele Schiffsunfälle, z.B. auf der Elbe oder im NO-Kanal. Fast immer ist der Mann auf der Brücke (gerne auch der Rest) mehr oder minder heftig alkoholisiert. Ich will da keine unzulässigen Schlüsse ziehen, aber ich musste beim Bund auch mal zwei Kameraden auf Ausgang begleiten, die im Knast saßen, weil sie auf der Schießbahn einen Joint geraucht und sich dabei vom Spieß hatten erwischen lassen (der freilich selbst Alkoholiker war, wie jeder wusste).
Gut fand ich übrigens die entsprechende Berichterstattung im Video auf Spiegel Online: "Möglicherweise lag ein Navigationsfehler vor ..." - das könnte wohl tatsächlich sein, wenn man auf einen Felsen donnert, oder?

Simon
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AR21 Gerhard

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13

Mittwoch, 30. Januar 2008, 07:36

Unfälle bei der Marine hat es immer schon gegeben.
Zu meiner Dienstzeit waren es zwei U-Jagdboote (Thetis und Triton?), die Namen sind mir nicht so sehr im Gedächtnis geblieben, wohl aber das Resultat. Da kam ein 21 jähriger Funker um's Leben. Er war mit mir im selben Ausbildungslehrgang in Flensburg.

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Simon

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14

Mittwoch, 30. Januar 2008, 09:22

@Hagen und Jörg

Wahrlich, recht habt Ihr, auf die durchaus nicht immer gegebene Expertise der Presse hinzuweisen.
Aber: ich erinnere mich aus meiner eigenen Dienstzeit (und ich war lediglich W10er) an diverse planmäßige, d.h. "von oben" angeordnete Verstöße gegen Dienstvorschriften, die nur durch Glück und die Fähigkeit der Mannschaften nicht zu Unglücken geführt haben. Beispiel: es war bei uns absolut üblich, die in der TDV vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit des M113 (30 kmh) um mehr als 100% zu überschreiten (bei Nacht, Neumond und ohne eigene Beleuchtung auf dem stockdunklen Übungsplatz). Wer so ein Ding mal gefahren ist, weiß, dass, wenn man da bei Tempo 65 (mehr schafft die Karre nicht) einen Lenkhebel verreist, die ganze Kiste kapeister geht, und zwar derartig, dass vermutlich alle Insassen dabei umkommen oder wenigstens schwerst verletzt werden (dies auch deshalb, weil die durchaus vorhandenen Sitzgurte ausgebaut worden waren, weil sie den Betrieb störten; die wurden jeweils zum TÜV von der Mannschaft extra wieder eingebaut). Auf meine leise vorgebrachten Einwände als Fahrer wurde dabei nur mit ärgerlichem Spott reagiert und außerdem mit dem Anruf "Gas, Gas, Gas!". Das gab ich dann auch, denn ich war 19 und fands eigentlich sogar ganz cool, mit dem Gerät mal schnell fahren zu dürfen, denn das wurde auf der Fahrschule mit sofortigem Durchfall durch die Prüfung quittiert. Heute würde ich das nicht mehr machen, denn dabei hätte es Tote geben können, mich eingeschlossen. Heute würde ich mich solchen Befehlen ohne weiteres widersetzen, nur damals eben nicht, weil mir die mögliche Tragweite von dem, was da passierte tatsächlich nicht voll bewusst war und ich auch keine Lust hatte, die Batteriespaßbremse zu geben und mir Ärger einzuhandeln.
Angesichts dieser Erfahrungen wundert mich, dass da nicht noch viel mehr tödliche Unfälle mit allem möglichen passieren. Wenn die Bilanz nach außen hin gut aussieht, dann hat das definitiv auch mit Glück zu tun. Und dass ein Schnellboot das andere mal eben überbügelt, wundert mich bei der durchaus sportlichen Auffassung von Vorschriften und Sicherheit, die da leider viele Leute haben, überhaupt nicht. Das wäre auch alles nicht weiter ärgerlich, wenn bei sowas nicht Leute zu Schaden kämen, die meist nichts dafür können, und außerdem Steuerzahlergeld in rauen Mengen für Reparaturen verbrannt würde.

Simon
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PowerTom

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15

Freitag, 1. Februar 2008, 23:19

@ hvt: ich war mit dem Nachfolger FlakPz Gepard ´84 in ToDo und hab trotz Vergrößerung im Periskop keine Schiffe mehr gesehen. Die müssen den Sicherheitsbereich bis zur dänischen Küste erweitert haben :D

Aber bei einer Vorführung beim Gefecht der verbundenen Waffen hät ein Gepard trotz Einhaltung aller Bestimmungen beinahe eine Bo 105 mit "Platzpatronen" runtergeholt. Der Luftpolster wurde zerstört und die Plastiksprengsel haben sich in die Cockpitscheibe eingebrannt.

Es gibt halt immer ein unerwartetes Erstes Mal, shit happens.

:prost: , Thomas

Helmut Wiesmann

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16

Samstag, 2. Februar 2008, 20:51

"Unfälle" mit schwerwiegenden Folgen, und aus den verschiedensten Ursachen sind nach meiner Auffassung nicht gerade das Markenzeichen der Deutschen Marine oder der Bundeswehr.
Sie ereignen sich auch bei anderen Marinen/Armeen.

Ein weit zurückliegender -siehe hier- ist mir noch besonders in Erinnerung, weil ich das betroffene Schiff zu dieser Zeit gerade auf meiner Kartonmodellbau-Werft hatte.

Freundliche Grüße

Helmut

jotwe

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17

Sonntag, 3. Februar 2008, 16:25

Hmmm,
also ich war zwar nie bei der BW (auch kein Zivi, sondern nur vergessen?), aber im Bergbau. Da gab es mal so einen Spruch: "Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht". Da kann ich nur voll zustimmen, denn zu 99,9% hat irgendjemand irgendwas nicht bemerkt, übersehen oder schlichtweg ignoriert. Beispiel? Verladearbeit nach einer Abschlußprüfung. Das Teil, ein 500V E-Motor mit ca. 500kg Gewicht, sollte auf einen Flachwagen. Wir waren mit zwei Ausbildern und haben diese Arbeit mit den Jung's schon zum x-ten Mal gemacht. Nach dem 1000sten Mal: "Finger wech!! Nur mit Knebel hebeln!..." passierte es dann doch. Einer hatte die Finger zwischen Motor und Wagen. Ergebnis: Fingerkuppe im Handschuh gefunden. Ursache: Zwei Ausbilder, die sich darauf verlassen hatten, dass es nun jedem klar war. Gab ziemlich Ärger mit der Sicherheitsabteilung und dem Ausbildungsleiter.

Josef
Den Kreativen erkennt man gelegentlich erst daran, dass er völlig neue Fehler macht.
(H.-J. Quadbeck-Seeger)

Klaus M

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18

Montag, 4. Februar 2008, 00:52

Hallo,

meine Dienstzeit liegt nun schon gute 22 Jahre zurück, in dieser Zeit war der Kampf mit überaltertem Material schon voll im Gang. Nach 2. Jahren bei der Marine und 2. Jahren beim Herr kann ich nur sagen: Übermut, schlechtes Material und Null Bock können tödlich sein. Die Deutschland auf der ich gefahren bin, war von außen Top und innen ein Flop. Nicht anders war es beim Herr. Unsere Einheit (Territorial Herr oder die andere BW) wurde gerade mit dem Müll des Feld Heeres (M 113) ausgestattet. In unserer Kompanie fuhr kein Panzer von selbst von Tieflader. Große Augen und was da kam war nur Schrott. Eine andere Sache die mir immer noch im Kopf ist, Gefechtsschießen auf der Waldkampfbahn (mit der Geilen Blauen Munition). Aufsicht beim Schützen ich und ein erfahrener Stuffz, dazu noch zwei Sternenkucker (Fahnenjunker). Durch den Wald schallt der Ruf "Hemmung", wir sofort zu unseren Schützen den Befehl zum stopfen (sofort einstellen des Schießens und die Waffe sichern). Einer der Fahnenjunker nimmt die Waffe beseitigt die Hemmung und entspannt den Abzug. Dumm war nur das er das Magazin nicht aus der Waffe gemacht hat. Das Ergebnis war ein Schuß zwischen die Beine des Rekruten. Konsequenz für den Junker keine. Das ist Schlecht für unser Ansehen im Bataillon. Daran hat sich auch auf meinen vielen Reserveübungen nichts geändert. Schlechtes Material, überforderte Ausbilder und das wegschauen der Vorgesetzten bei den eigenen Reihen waren in meiner Zeit überall zu sehen.
Gruß
Klaus Merkel

in Planung

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