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Michael Urban

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Mittwoch, 18. Oktober 2006, 09:04

DSM-Info 25/06 - Maßarbeit mit “Man-Power”

Maßarbeit mit “Man-Power”
Die GEHEIMRAT GERLACH wurde an ihren neuen Liegeplatz verlegt


In einer aufwändigen Aktion wurde das historische Rettungsboot GEHEIMRAT GERlach, Jahrgang 1911, von seinem angestammten Liegeplatz im Scharounbau in den Neubau des DSM verfrachtet. Rund 14 Tage dauerten die Vorbereitungen, bis der große Moment endlich gekommen war. Vorab musste der Ausstellungsraum im Erdgeschoss fast vollständig geräumt werden. Anschließend wurde das schwergewichtige Exponat zunächst auf ein Podest gewuchtet und um 90 Grad gedreht, um anschließend über eine eigens dafür konstruierte Rampe aus der Halle gezogen zu werden.

Bei dieser Aktion war auch viel Muskelkraft gefragt. Von Hand wurde das 5-Tonnen-Exponat Stück für Stück die Rampe hochgezogen. Allein das Verholen des Schiffes dauerte zwei Tage. Unter Einsatz aller Kräfte des technischen Dienstes des DSM und zur Freude vieler Besucherinnen und Besucher, die diese spektakuläre Aktion mit Spannung verfolgten, wurde der hölzerne Koloss schließlich ins Freie bugsiert und mittels eines Spezialkrans auf einen Transporter gehievt, der die GEHEIMRAT GERLACH dann zum Neubau chauffierte.

Dort angekommen, war Präzision gefragt. Mit „Man-Power“ und Geduld manövrierten Jörg Geier, Leiter des Technischen Dienstes des DSM und seine Crew das kostbare, aber etwas sperrige Ausstellungsstück unter Dach und Fach. Seinen endgültigen Liegeplatz wird das Rettungsboot allerdings erst in zwei Wochen erhalten. Zuvor muss noch ein Kiesbett fertig gestellt werden, auf dem die GEHEIMRAT GERLACH dann dauerhaft zu sehen sein wird.

Wir sind mit dem reibungslosen Ablauf dieser „Umzugsaktion“ sehr zufrieden, so Geier. Für ihn und sein Team war die Verlegung des Bootes nur eine der vielen herausfordernden Aufgaben, die seit Jahrzehnten mit Freude und großem Engagement erfolgreich gelöst werden.

Die Geheimrat Gerlach wurde übrigens als reines Segelrettungsboot gebaut und galt durch ihre spezielle Konstruktion als unsinkbar. Zunächst in Ostpreußen im Einsatz, gehörte sie ab 1921 zur DGzRS - Station „Dorumer Tief“ an der Wesermündung. Bis zu ihrer Außerdienststellung im Jahre 1942 wurden mit dem hölzernen Segler 247 Menschenleben gerettet.

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