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  • »Hansrainer Peitz« ist männlich
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Dienstag, 27. September 2005, 09:34

Dremel?

Hallo,

ich habe mir gestern so einen Billigdremel namens Skil aus dem Baumarkt geholt (30€), dazu einen Satz Präzisionsbohrer, da ich jetzt anfangen musste, die ersten Löcher für die Takelage meiner Kogge zu bohren.

Hab das Gerät dann erstmal an Testpappe ausprobiert und war total unzufrieden:

1. Nach Einschalten hat der Bohrer an der Spitze gewackelt: Also keine zentrierte Führung.

2.Als ich, um ausfransen zu verhindern, durch die Pappe in eine Holzplatte durchbohren wollte, blieb das Gerät einfach stehen (hat sich wohl festgefressen)

Das Ende vom Lied war, dass ich die Löcher mit dem feinsten Bohrer (0,8 mm) dann eben von Hand gebohrt habe, sprich den Bohrer mit den Fingern gedreht. Das erscheint mir dann aber auf lange Sicht doch etwas albern. Meine Frage deshalb: Hätte ich die genannten Probleme mit einem "echten" Dremel auch gehabt?

Und falls ja: Welche Alternative gibt es? In der Größe hab ich keine Locheisen gesehen bisher.

danke für eure Hilfe

Hansrainer
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Ernst

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Dienstag, 27. September 2005, 10:17

Hallo Hansrainer,

welchen Bohrfuttereinsatz hat die Skill mit vier Backen (Messing) die sind nicht gut, besorg dir die von Proxxon mit Drei Backen (Stahl) da werden die Bohrer zentriert. Kostenpunkt bis circa 10€

Grüße
Ernst
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Friedulin

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Dienstag, 27. September 2005, 10:23

Hallo Hansrainer,

Ich würd das Teil zurück in den Baumarkt tragen und mich beschweren.
30 € ist auch nicht so billig, wie du denkst.
Einen Dremel mit einigem Startzubehör habe ich schon um 55 € gesehen.

Grüße Friedulin

fuchsjos

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Dienstag, 27. September 2005, 10:51

Hallo Hansrainer!

Bei Deiner Frage fühle ich mich genötigt, als echter Werkzeug-Junkie, Antwort zu geben ;)

Für die meisten kleinen Bohrarbeiten verwende ich einen Feinbohrer von Proxxon, der mit einer Geschwindigkeitsregelung und einem Dreibacken-Futter versehen ist. Da ich das Gerät auch noch zusätzlich über einen regelbaren Trafo von Proxxon betreibe, sind kleinste Drehzahlen möglich (so ab 200 Umdrehungen pro Minute - wichtig für das Bohren von Papier und Karton). Durch die Verwendung eines zusätzlichen Fußschalters habe ich beide Hände frei und kann das Loch exakt setzten. Alle Löcher werden vorher mit einer Nadel angekörnt - dann veräuft der Bohrer nicht beim Ansetzen. Um das Ausfransen so weit wie möglich zu verhindern, setze ich einen kleinen Tupfen farblosen, dünnflüssigen Acryllack (Metall Primer) auf das Stecknadelloch.

Man kann sehr kleine Löcher aber auch stanzen. Als Stanzeisen verwendet man dafür einfach eine abgeschliffene Injektionsnadel auf einer Schneidmatte und einen kleinen Hammer. Diese Methode ist jedoch nur für flaches Material verwendbar und nicht für verbaute Teile.

Mit diesen Tips klappts auch mit dem Loch. 8)

Liebe Grüsse vom

Josef
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »fuchsjos« (27. September 2005, 10:54)


oZZy

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Dienstag, 27. September 2005, 11:52

Hallo

ich verwende auch das 3-Backenfutter und die Proxxon.. und bin bisher sehr zufrieden damit. Mit dem Futter kann man kleinste durchmesser einspannen,.. bis 0,5 mm ... kleiner habe ich noch nicht ausprobiert.

viele grüsse
oZZy
=) Alles wird gut! ;)8)

fuchsjos

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Dienstag, 27. September 2005, 12:47

Zitat

Original von oZZy
Hallo

ich verwende auch das 3-Backenfutter und die Proxxon.. und bin bisher sehr zufrieden damit. Mit dem Futter kann man kleinste durchmesser einspannen,.. bis 0,5 mm ... kleiner habe ich noch nicht ausprobiert.

viele grüsse
oZZy


Ich schon, geht gerade mal so bis 0,3 mm.

Josef
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Ernst

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Dienstag, 27. September 2005, 12:51

Hallo Freunde,

gib nochmal meinen Senf dazu :)

Bei Proxxon sind die Bohrer am Schaft 3,2mm im Durchmesser die Bohrer selbst gehen runter bis 0,2mm.

Grüße
Ernst
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fuchsjos

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Dienstag, 27. September 2005, 13:01

Hallo Kollegen!

Da muß ich noch Würstel spielen und etwas ergänzen.

Ernst hat schon recht, nur sollte man bedenken, daß diese geschafteten Bohrer meist aus Hartmetall sind - d.h. einmal kurz verkanten und sie sind im A... (äh, meine gebrochen).

Besser sind da HSS-Bohrer, die elastischer sind und so einiges verzeihen. Bei Rai-Ro gibt es die im zweifachen Satz von 0,3 - 1,2 mm (0,1 mm steigend) und sind mit EUR 8,70 ausnahmsweise mal nicht mal arg teuer. Bei manchen Anbieter zahlt man das allein für zwei 0,3 mm Spiralbohrer.

Liebe Grüsse vom

Josef
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Ernst

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Dienstag, 27. September 2005, 13:08

Hallo Josef,

dann gibt ich noch ein Paar Regensburger dazu zum Wurstsalat. :)

Auch bei CONRAD gibt es so zwei Sätze mit so dünnen Bohrer immer 2Stück

20tlg. Mini-Spiralbohrer-Kassette 0,3 - 1,2mm je 2Stück Preis 7.80€ Nr. 806196-70, und das gleiche mit 1,3 - 2,5mm je 2Stück Preis 7.80€ Nr. 826629-79

Grüße
Ernst
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Dienstag, 27. September 2005, 13:15

Super,

Vielen Dank, ich werde das Ding erstmal zurück bringen und im Moment von Hand weitermachen.
Ich guck dann mal dass ich zu Weihnachten den Proxxon anschaffe. Von denen haben wir schon seit 20 Jahren einen Werkzeugkasten und das Ding (und vor allem das Werkzeug) ist trotz ständiger Benutzung wie neu.

Hm, ansonsten Denke ich bei der Preislage dann vielleicht doch mal über das Punch&Die nach. Der grosse Vorteil von den Multitools ist halt auch, dass man die auch sonst im haus gut verwenden kann.

Kann man eigentlich das Proxxon-Zubehör mit nem Dremel nutzen und umgekehrt? Hab grad gesehn, da gibbet bei Moduni ja auch nochmal einen Haufen Zubehör zu.

Vielen Dank auf jeden Fall für die Umfassende Information.

Hansrainer
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Ernst

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Dienstag, 27. September 2005, 13:19

Hallo Hansrainer,

geh doch mal in einen Baumarkt, da gibt es die Proxxon sogar teilweise billiger zwar nicht im Set sondern einzeln. Im Set ist ein schwächeres Netzteil dabei nur 12Volt mit 1 Ampere und das Extra hat 12 Volt 2 Ampere steht so im Proxxon-Katalog.

Wenn ich mir sowas anschaffe düse ich durch ganz München und sehe wo es noch billiger ist.

Auch eine Tatsache Moduni verlangt dafür mehr Geld.

Grüße
Ernst
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Andreas 2903

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Sonntag, 13. November 2005, 23:30

Zur Wurscht noch "Bautzner Senf" (großes Grins) :-) .
Mir ist letztes Jahr das Teil von Ali ins Haus geschneit.Mit dem Schnellspannfutter von Pr.....on ergibt das ein brauchbares Teil.
Feststellen durfte ich auch das gerade die "billigen" HSS Bohrer gerne etwas rumeiern. Also die Bohrer so tief wie möglich im Bohrfutter versenken. Damit gewöht man den Dingern etwas die Eierei ab.
Verzichten möchte ich auf den Burschen nicht mehr, da ich damit alle Modellbaumaterialien löchere.
Modellbau bildet !!!

Meine Homepage : www.willkommen-eins.de

MfG Andreas

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13

Montag, 14. November 2005, 08:29

And don't forget that whatever mini-drill you are using, you are not restricted to 3,2 mm max size drills - look for a set of drills in 4,5 and 6 mm which have a shaft of 3,2 mm. Very good, I think, for using instead of hole punches (instrument panels, etc.).

Josef, thank you for the tip of using a small blob of acrylic to minimize tears at the edges. Very good; I'll immediately adopt it.

Leif
Dankbar für die Gelegenheit auf Englisch schreiben zu dürfen, kann aber Antworten problemlos auf Deutsch lesen.

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