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Jens

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Donnerstag, 2. Dezember 2004, 08:22

Chateau du Haut-Koenigsbourg / L'Instant Durable / 1:400 [FERTIG]

Liebe Klebe-Kollegen,

auch für mein neues Modell Haut-Koenigsburg von L'instant Durable möchte ich wieder einen Baubericht schreiben, immerhin ist das ein sehr großes Modell mit vielen Details. In der Rubrik "Frisch ausgepackt" steht ja schon einiges über den Bogen zu lesen: das Buch ist mit vielen Details zur Burg geschmückt, Grundrisspläne und Fotos runden den Text ab. Die Bögen an sich sind sehr schön und übersichtlich gestaltet, die Farbgebung schön und detailgenau – leider stört hier und da ein Passerfehler den Druck, die Farbe verschiebt sich gegenüber dem Schwarz, aber das betrifft nur wenige Teile und nicht das ganze Modell, das wäre sonst ärgerlich.
Fangen wir mit der Großen Bastei an (wir bauen die Burg offensichtlich von hinten nach vorne). Auf den großen Festungsturm muss man eine Art Grundriss etwas im „Blindflug“ kleben. Darauf schließt sich das Haus an. Ab und zu müssen auf der Rückseite der Teile „Anklebelinien“ selbst gezeichnet werden, um später eine Linie für anzubringende Teile zu haben. Naja, wenn man sich so den Rückdruck spart... Die gerundeten Bögen sind eine knifflige Aufgabe gleich zu Anfang: das schmale Band, was Mauerstärke andeutet, lässt nicht eindeutig erkennen, wo gefaltet werden soll. Im Großen und Ganzen habe ich aber diesen Bogen gut gerundet, auch wenn er hier und da leicht hoch steht.



Auf dem Dach des Hauses findet sich eine lohnende Aufgabe: die kleinen, nur 2mm breiten gezeichneten Gauben lassen sich supern. Ich habe sie H-förmig aufgeschnitten, nach vorne gefalzt und von innen dann mit kleinen Keilen fixiert. Diese Keile in der Form eines Bremskeils (also vorne angeschrägt) habe ich aus dicker Pappe geschnitten, braun eingefärbt und dann von innen eingeklebt. Die vorstehenden Gauben sehen gleich viel besser aus, ich muss hier und da noch leicht reparieren, aber die Mühe lohnt sich. So was kommt nur noch in den großen Häusern weiter unten vor.



Bald geht’s weiter,

beste Grüße von
Jens

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Albrecht

unregistriert

2

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 16:06

Hallo Jens,
das gibt bestimmt wieder ein Super Modell.
Habe mir von L'instant Durable neulich auch einige Architekturmodelle bestellt. Die Zeichnung und Farbgebung ist bei diesem Hersteller einfach klasse.Allerdings läßt die Passgenauigkeit oft zu wünschen übrig.
Oft schon auf den Titelbilder der Baubogen zu sehen.
Vor lauter Arbeit habe ich aber noch nicht mit dem Bau beginnen können.Vor Weihnachten scheinen alle im Arbeitsleben etwas ausser Kontrolle.Hab ich da was mit dem "Fest der Besinnlichkeit" missverstanden???
Gruß und frohes kleben.
Albrecht

Jens

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Freitag, 3. Dezember 2004, 07:22

Hallo Albrecht,

die Passgenauigkeit ist bei Haut-Koenigsburg bislang bedeutend besser als etwa bei Chenonceau, wo hier und da mm-große Lücken oder Abweichungen zu beseitigen sind. Das einzige, was bislang nicht so funktioniert hat, war der Einbau dieses Rundbogens. Dafür ist der Baubericht ja da, dass man die Schwächen aufzeigt, wo man etwas beachten muss. Ich denke schon, dass es hier und da auch noch Stolperfallen im Modell geben wird.

Beste Grüße von
Jens

heribert

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Freitag, 3. Dezember 2004, 08:52

Hallo Jens,

wo stellst Du Deine Bauten nach Abschluss alle auf? Die nehmen doch sicherlich ordentlich Platz weg?

Mal eine Frage zum Kaschieren der Blitzer: Verwendest Du Faserstifte? Der Farbauftrag ist satt und so schön gleichmässig...

Viele Grüße und weiter schöne Bilder 8)
heribert
Ich klebe also bin ich. Glutino ergo sum.

in Arbeit: Modelik, Nr. 1/03, OL-49, 1:25
in Arbeit: GPM 205 Sd.Kfz.251/1 Ausf. C
auf der Werkbank: Proszenium "Urania" No.8 vom Verlag Scholz/Mainz 19.Jahrhundert

Jens

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Freitag, 3. Dezember 2004, 09:34

Zitat

wo stellst Du Deine Bauten nach Abschluss alle auf? Die nehmen doch sicherlich ordentlich Platz weg?

Bislang horte ich die alle auf der Arbeit, damit man sie alle zwei Jahre auf einer Hobby-Ausstellung bewundern kann. Danach tausche ich sie meistens gegen neue Bögen ein oder sie fristen ein trauriges Schattendasein im Keller. Meine Idee war es ja immer, die gebauten Modelle zugunsten der McDonalds-Kinderhilfe zu versteigern - bislang ging aber nur einmal die Meersburg weg, das aber für satte 50 DM.

Zitat

Verwendest Du Faserstifte? Der Farbauftrag ist satt und so schön gleichmässig...

Ja, das sind die dicken Stabilo, Serie 68 in allen möglichen Farben. Auch wenn's manchmal blutet oder zu "satt" ist, bislang sieht das noch am besten aus.

Beste Grüße von
Jens

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Jens

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Donnerstag, 9. Dezember 2004, 07:53

So,
nachdem die Große Bastei mit Dächern und allem anderen fertig ist, kam der Terrassengarten dran. Bei der Bastei gab es keine großen Probleme mehr.



Der Boden des Gartens sollte mit Pappe verstärkt werden, da man später mit den Wehrgängen eine ebene Fläche braucht, die sich nicht durchbiegen soll. Man soll auch die Gruppen einzeln zusammenbauen und dann erst aneinander montieren, aber aus Gründen der Passgenauigkeit mache ich dieses gerade nicht. Der Boden kam also direkt schon an die Bastei, die Wehrgänge drauf und die Außenmauern direkt dran. So passt das besser.
Die Abwicklung der Wehrgänge aber ist etwas kompliziert und wackelig: die Innenmauer wickelt sich wie ein Q erst zum Dach, dann zur Außenwand und wird wieder innen verklebt, das macht das Ganze nicht sehr stabil und anfällig für Ungenauigkeiten. Bei der Wartburg von Siegmund mussten beide Mauern (innen und die große außen) ungekehrt-U-förmig auf und an den Boden geklebt werden, darauf Kästen als Wehrgange und darauf einzelne V-Dächer. Das war stabil und ging einfacher. Nun ja, wir bauen in 1:400, da wollte man sich sowas schenken...



Hier und da wackelt also noch einiges, wovon ich hoffe, dass sich das mit dem Anfügen von anderen Bauteilen beruhigt. Andere Kleinteile möchte ich auch später anbauen, wenn die Festigkeit da ist und mich etwa Schornsteine beim Eingreifen nicht behindern.
Die Abwicklung der Teile ist also ab und zu immer etwas umständlicher als sonst. Man muss viel an selbst eingezeichnete Rückseiten-Linien ankleben oder Einzelteile ansetzen, die man locker auch aus einer Abwicklung hätte gestalten können. Auch gibt es zu viele Klebelaschen, die sich gerne behindern oder zusammenkleben, man könnte gut und gerne 10% davon verwerfen.



Gerade habe ich mit der Hochburg angefangen, ich denke, wenn die angebaut wird, hat das Bisherige auch mehr Festigkeit.
Dann melde ich mich wieder,

beste Grüße von
Jens

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Donnerstag, 16. Dezember 2004, 08:14

So, die Hochburg ist so gut wie fertig. Es hat zwar etwas gedauert, und kurz nach den folgenden Fotos habe ich auch noch die fehlenden Dächer aufgesetzt, aber hier kommen meine weiteren Erfahrungen.



Im Innenhof ist es etwas schade um die vielen kleinen Details, die man zwar erst baut, dann aber wegen der eng stehenden Häuser nicht mehr sieht, etwa Stützen des kleinen Ganges oder ein kleiner Pavillion.
Man stellt wieder fest, dass es sich nicht immer lohnt, nach der Nummerierung zu bauen. Die kleinen Runddächer und Schornsteine etwa sollten erst nach kompletter Dacheindeckung aufgesetzt werden, sonst behindern die alles bzw. es wird recht eng oder man hat kaum Platz zum Anfassen.



Was immer wieder auffällt, ist die teils recht komplizierte Abwicklung von Teilen, die eine Flut von Klebelaschen hervorbringt bzw. Zwischenböden auftauchen lässt. Man sollte hier und da ruhig so manche Lasche kürzen und in feste Böden Eingrifflöcher einschneiden. Gerade beim Zusammenfügen der bisherigen Abschnitte ist das für das Andrücken hilfreich, sie verschwinden ja wieder. Den rechten Bau musste ich mit Beschwerern etwas gerade justieren, überhaupt muss man viel Geduld aufbringen, denn die Teile sind zwar kompliziert, aber passen, wenn man genau arbeitet, kurioserweise sehr gut zusammen. Die Dächer sitzen jetzt alle perfekt und der Terrassengarten ist bestens angefügt. Hier der kleine Tipp: wenn's geht, immer erst eine Lasche eines Abschnittes anjustieren, antrocken lassen und dann den Rest "zusammenklappen" und andrücken. Beide jetzigen Abschnitte wurden dann links und rechts mit Beschwerern zusammengedrückt und von oben noch beschwert, das drückt alles perfekt an und sitzt dann 1a.

Beste Grüße von
Jens

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Donnerstag, 16. Dezember 2004, 22:16

Hallo Jens !!

Ich kann nur sagen : Erste Klasse dein Baubericht =D>

Dieses Modell steht bei mir auch schon auf der Warteliste, baue gerne L ìnstant Durable - Bögen,da mir die Grafik sehr gut gefällt.

Werde deinen Bericht mit Aufmerksamkeit verfolgen,wünsche dir weiter viel Spaß beim Burgen bauen !

Liebe Grüße aus der Steieremark

Kurt

Jens

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Mittwoch, 22. Dezember 2004, 07:25

Kurz vor dem Weihnachtsfest gibt es noch einen kleinen Happen. Mit der Hochburg bin ich prima fertig geworden, jetzt habe ich schon die kleine Bastion angefangen.



Was mir auffällt: trotz der ungewöhnlichen Abwicklungen und der manchmal etwas komplizierten Bauweise passt alles prima zusammen, wenn man sich Mühe gibt. Besonders bei den vielfältig verschachtelten Dächern ist das gut zu beobachten, hier passt alles wunderbar zusammen. Wie schon gesagt, sollte man sich hier und da ein paar Klebelaschen sparen oder Eingriffslöcher schneiden. um an Dächer oder anzuklebende Bauteile noch zum Andrücken heranzukommen. Kleinteile kommen erst zum Schluss - wer gesehen hat, in welche Lagen die Burg mal gebracht werden muss, um etwas anzukleben oder festzuhalten, hochkant, liegend, da würden die kleinen Teile erst mal nur stören.



Die kleine Bastion ist schnell gebaut, bei mir sind die Seitenwände etwas schief, aber die kann man durch andere folgende Bauteile wieder in die Lotrechte zwingen. Ich habe deshalb schon früh die Grundplatte angebaut, verstärkt mit Karton, damit man beim Andrücken der Mauern besseren Halt hat und das Ganze steifer wird. Hier empfiehlt es sich mal, von der Nummerierung abweichend zu bauen, da kleine Gebäude lange "in der Luft schweben", ehe die Grundplatte von unten drankommt. Andersherum ist es besser, dann kann man ordentlicher justieren. Auch kleine Zwischenmauern baue ich erst ein, wenn die zwei benachbarten Mauern stehen. Bei Passungenauigkeiten kann man eher die kleinen Teile beschneiden, als wenn sie die großen Gebäude leicht verdrängen würden. Hier darf man also gerne mal vom Schema abweichen, und es funktioniert auch.

So, dann wünsche ich allen ein Frohes Fest und alles Gute für 2005,
im neuen Jahr geht's weiter.

Beste Grüße von
Jens

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Jens

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Donnerstag, 20. Januar 2005, 08:37

Von wegen "kleine Bastion": so verwinkelt und kompliziert, wie manche Teile und Dächer hier sind, kann man nicht von einer kleinen Aufgabe sprechen. Schauen wir uns mal im Hof dieser Bastion um.



Es tut mir leid, wenn ich nicht die Muße habe, Fehler am Modell mit Bauteilnummern zu beziffern bzw. Tipps zu geben, man solle in der Reihenfolge z. B. 32-35-33 etc. bauen oder so. Hier kommt mein erster Tipp: die kleine Zwischenmauer sollte vor dem Aufsetzen des kleinen Turms eingebaut werden, die Lücke ist so eng, dass ich diese Mauer hineinquetschen musste und sie leicht schief ist. Das große Haus rechts hat eine komplizierte Dachabwicklung, ob daraus der leicht kippende Vorbau resultiert oder ob das Teil schon vorher kippt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall sollte man diesen Vorbau erst anprobieren, sonst sieht der genauso schief aus wie bei mir (ich habe ihn auch erst eingebaut, als das Haus inklusive Dach schon da war). Auch hier lohnen sich die kleinen aufgestellten Dachgauben.



Die Wehrgänge sehen erst kompliziert aus, kommen aber erstaunlich gut zusammen. Den kleinen Schuppen muss man in der Enge mit langen Hölzern etwas fummelig einbauen, aber es klappt. Überhaupt sind lange Hölzer oder Nadeln von Vorteil, um die meist schlecht erreichbaren Laschen von innen anzudrücken oder etwas zu richten. Ich habe noch nie so viele Laschen bestrichen wie hier.



Da das Dach des Haupthauses aus einem Guss ist, wird das gerundete Dach mit verbaut. Ein kleiner Nachteil, denn hier zeigen sich kleine Lücken zu den anschließenden Teilen. Mit Tesafilm habe ich oft störrische Teile zum richtigen Halt gezwungen und abbinden lassen, der Karton verkraftet das.



Das Haus am Eingang zur Burg (so denke ich) ist auch kompliziert abgewickelt. Man sollte dies zuerst bauen, also erst die Wand, dann das ebenso sehr schwierige Dach. Die kleineren Gebäude, die dann im Hof folgen, lassen sich bestimmt so besser anbauen als umgekehrt, denn die Wand des großen Hauses muss sich mehrmals als Mauer und Innenwand in den Hof schlängeln, und da störten die kleinen Häuser. Im Dach zum Anschluss an den kleinen gerundeten Turm habe ich noch sie so viel Uhu von unten einfließen lassen, um alles zu fixieren: von außen sieht's schön sauber aus, aber wehe, man guckt innen rein... Hier sieht man übrigens wieder, wie der Vorbau kippt - nicht schön.



Ich weiß nicht, wo sie herkommt, aber hier hatte ich auch die erste große klaffende Anschlusslücke im Modell: 1,5mm fehlten dem kleinen Haus zum runden Turm. Das habe ich jetzt schon kaschiert. Am Dach sieht man, wie der s/w-Druck und die Farbe an manchen Teilen verschoben ist und somit eine gewisse Unruhe (oder auch Plastizität) hervorrufen.
Ach so: unter dem runden Turm ist lange Zeit eine große Lücke (hier sichtbar als Mauer, neben der rechten Pfeilspitze). Die soll geschlossen werden, wenn man mit dem Fels anfängt. Ich sage nur: lieber nicht! Ich habe mir diese Lückenteil schon vorher vom langen Fels-Teil abgeschnitten und die Lücke zugemacht, der Fels kommt von der anderen Seite auf den Turm zu und da kann man eventuelle Lücken kaschieren, besser als wenn man von dort aus den Fels wieder in die hintere Richtung der Burg kleben muss und dann peu á peu Ungenauigkeiten resultieren.
Im Großen und Ganzen ist die Kleine Bastion jetzt fertig. Nun muss man Fels rund um die bisherige Burg schlängeln und dann weiter an den Vorbauten vor der Bastion arbeiten. Erstes Kleben mit dem Fels sagt mir, das wird knifflig.

Beste Grüße von
Jens

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Friedulin

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Donnerstag, 20. Januar 2005, 08:50

Hallo Jens,

Ich habe mir deinen Baubericht erst jetzt angesehen, da mich Gebäude nicht so interessieren.
Ich muß aber sagen, super Bericht!!!
Sehr detailliert und anschaulich gemacht. Wenn man das Modell nachbauen will, weiß man genau worauf man achten muß!

Das Modell selbst ist spitze!
Ich komme direkt in Versuchung soetwas auch einam zu machen!

=D>

Grüße Friedulin

Albrecht

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12

Donnerstag, 20. Januar 2005, 09:48

Hallo Jens,
ein echt schönes Modell.
Wenn ich so die Bilder betrachte, sieht das nach sehr viel Kleinteilen aus.
Was bei L instabt Durable am meißten stört ist, das sehr oft kleinere Anbauten oder Dächer nicht im Winkel sind. Nach dem Einbau fehlt einfach ein Stück, oder das ganze Teil wirkt schief.
Schade das der Hersteller bei Nachauflagen keine Abhilfe schafft.
Dort muß es doch auch Leute geben die ein Produkt testen , sprich zusammenbauen, und solche Fehler feststellen.
Bei meinem derzeitigem Projekt von L Instant Durable (das Schloss von Chaumont) ist auf dem Umschlagbild an vielen Stellen Passungenauigkeiten oder schiefe Teile zu sehen. Krönung ist ein Dachteil das zum Hauptgebäude einen Spalt aufweist durch den locker ein Kugelschreiber passt.
In der Regel lassen sich solche Schnitzer beheben.Oft aber auch nur sehr schwer.
Aber als Werbung für das Produkt ist es nicht gerade förderlich.
Nimmt man Karton Modellbauer als Kunden nicht ganz ernst???
Auf der anderen Seite ist es für uns immer wieder eine Herausforderung
daraus ein schönes Modell zu bauen.
Wenn die Koenigsbourg fertig ist, wird Sie mit Sicherheit wieder ein Sahnestück sein.
Gruß Albrecht

Jens

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13

Donnerstag, 20. Januar 2005, 10:00

Also, ich muss sagen, dass die Haut-Koenigsburg bislang ein sehr passgenaues Modell ist. Trotz der oft komplizierten Abwicklungen, besonders bei Dächern und Wehrgängen, passt alles prima zusammen. Was hier aber oft stört, ist der nicht hilfreiche Zusammenbau nach Nummern, wo große Gebäudekomplexe alleinstehend zusammengebaut und dann platziert werden sollen. Das halte ich nicht für hilfreich.
Dass es jetzt mal hier und da eine kleine Lücke gibt oder ein schiefes Teil, sehe ich nicht so eng, da ich bislang trotz der vielen Verwinkelungen recht gerade und passgenau geblieben bin.
Wenn es allerdings große Lücken (wie in den Dächern bei Chenonceau) gibt, ist das schon ärgerlich und in der Tat beseitigenswert. Aber kurioserweise sind viele Fotomodelle oder auch Teile in den Fotostrecken bei L'instant Durable erbärmlich schlecht und schief zusammengebaut. Das ist keine große Hilfe und nicht sehr förderlich für's Image.

Beste Grüße von
Jens

günter

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14

Donnerstag, 20. Januar 2005, 12:59

Hallo,

Zitat

Original von ICE-TEA

Dort muß es doch auch Leute geben die ein Produkt testen , sprich zusammenbauen, und solche Fehler feststellen.

Aber als Werbung für das Produkt ist es nicht gerade förderlich.
Nimmt man Karton Modellbauer als Kunden nicht ganz ernst???

mich wundert auch immer wieder, dass solche Passungenauigkeiten vorkommen können! Manchmal habe ich das Gefühl, dass die nie einen Probebau gemacht haben, weil so grobe Schnitzer nicht unbemerkt bleiben können. Oder kann es sein, dass bei der Übertragung in die Druckendstufe noch Verschiebungen auftreten können? Gibts hier einen Druckprofi, der bescheid weiß?

@Jens: Dir zum Trost, wenn die Wände mal nicht 100%ig grade sind: Fahr mal nach Frankreich ins Elsass, dort wirst Du viele alte Fachwerkhäuser finden, die noch viel schiefere Wände haben! ;)

Gruß

Günter
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Gruß

Günter

Albrecht

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Donnerstag, 20. Januar 2005, 13:40

Hallo zusammen.
Fehler kann es überall geben.
Bei einer Druckvorstufe können, falls die Daten nicht richtig bearbeitet werden, Größenschwankungen auftreten. das würde aber im Regelfall das ganze Dokumet betreffen.
Wenn z.B. bei den Druckeingaben an Papierformat anpassen als Option gewählt werden würde.
Auch kann es zu Farbunterschieden kommen.
Da es schon etliche Farbräume gibt in denen ein Dokument angelegt werden kann. (z.B. RGB, CMYK, LAB, SWOP) hier gibts weltweit keine Norm.
Das einzelne Teile eines Druckjobs sich "verbiegen" habe ich noch nicht erlebt.
Ich denke der Fehler liegt eher beim "Entwickler". Ein Probebau wäre hier wahrscheinlich die beste Lösung für den Hersteller.
Das dieser gefordert ist, sieht man ja an den mangelhaften Modellen auf den Titelseiten diverser Hersteller.
Gruß Albrecht

Jens

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Freitag, 28. Januar 2005, 14:17

Nun ist so peu á peu der "Rock" der Burg ummantelt worden, sprich: es wird der Fels an die Mauern und die ersten umgebenden Böden rund um die Burg geklebt. Man hat es geahnt: war die Burg bislang mit ihren vielen kleinen Gebäuden ein Vorbild an Passgenauigkeit (bzw. konnte man diese trotz aller schwierigen Abwicklungen gut bauen), so gestaltet sich der Fels störrisch:



An der Eingangsseite haben wir ein großes Felsmassiv, das aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden soll und auch in den Abwicklungen fast die gesamte Seite beinhaltet. Das kann nicht gut gehen - tut es auch nicht, schon gibt es erste Anschlusslücken an die Mauern der Kernburg und der Wehrgänge, zudem spannen die Teile ganz schön, so dass man sie manchmal aufschneiden muss, um die Form zu wahren. Man kann zwar an dieser Felswand auf den ersten Blick vielleicht keine Macken erkennen, aber man muss doch noch hier und da kleine Überstände abschneiden oder Lücken an den Mauern kaschieren.
Hier hilft auch nur das Anbringen von Tesafilmchen und das Einschneiden von Eingrifflöchern, um den Fels ann die Wand bzw. genau auf den Boden zu bekommen. Ist das erst einmal geschehen, ist das Ganze recht stabil und fest, aber man muss doch noch hier und da dran arbeiten, damit es in Ordnung aussieht.



Am rückseitigen Fels klafft gar eine große Lücke, man kann dieses Teil gar nicht in eins kleben. Ich musste es auseinander schneiden, zwischen den nun zwei Teilen haben wir fast drei Millimeter Verzug, der sichtbar ist. Ich überlege mir, einen zweiten Bogen anzuschaffen und solche Fehler zu beseitigen bzw. noch zusätzliche Felsnasen anzubringen, damit der Fels zackiger und naturgetreuer wird. Der Klotz etwa im hinteren Bereich der Burg sieht alles andere als nach Fels aus, da kann man noch was machen.
Anhand der kleinen Treppe zeigt sich manchmal auch die idiotische Teil-Reihenfolge: man soll erst Treppe 5 ankleben, dann sich rund um die Burg heranarbeiten, bis endlich mal der Boden 18 drunter kommen soll. Solche Sachen erledigen wir natürlich ganz zuletzt, wenn das gut erreichbar ist.



Konnte man die Burg bislang gut am hohen Hauptgebäude anfassen, drehen und wenden, um dran zu arbeiten, so wird das mit den Böden jetzt schon schwieriger. Ein desillusionierender Blick in den Unterbau des Patienten zeigt, dass ich viel Uhu in die Aussteifung fließen lasse (sieht man ja später nicht), dass ich viele Eingrifflöcher zusätzlich einschneide und dass ich große Böden gerne versteife, ebenso wie runde Türme mit Kartonscheiben. Beim großen Turm hat sich das schon beim ersten Male bezahlt gemacht und das gibt dem umgebenden Boden beim Ankleben prima Halt. Ich halte Teile auch gerne mit den Maul-Dokumentenklammern fest. Ein Opfer ist zu beklagen, das bleibt drin, da komme ich nicht mehr ran... Die kleinen braunen Brocken in den Dächern (etwa unten links) sind die Keile für die kleinen Dachgauben, auch hier mit viel Uhu fixiert. Na, stellen wir die Burg mal lieber wieder schnell hin, das ist doch kein schöner Anblick.
Bald geht's weiter,

beste Grüße von
Jens

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Albrecht

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Freitag, 28. Januar 2005, 18:31

Hallo Jens, auch bei meinem L Instant Durable Bogen (Chaumont) gibt es "Spannungen mit der Geländestruktur.
Hier mußte ich nachträglich Einschnitte mit dem Skalpell vornehmen, das sonst ganze Teile der Gebäude schief geworden wären.
Gruß Albrecht

Jens

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Freitag, 4. Februar 2005, 15:14

Jetzt kommen wir langsam in die Phase, wo wir die Burg unten herum komplettieren und sich aufgrund der Verspannungen leichte Probleme zeigen. Also: ich habe fast alle Böden und Felsplatten sowie die Seitenwände an dem Modell befestigt. Es gibt teilweise mordsmäßige Verspannungen in den Teilen, es empfiehlt sich also, sowieso alle Seitenteile mit starker Pappe von hinten zu versteifen, auch wegen der Tragfähigkeit.
Nun habe ich eine Grundplatte aus schwerem Karton zurechtgeschnitten und möchte die Burg schon festkleben, damit die Spannungen gemildert werden und das Modell endlich steif wird. Aber es gibt noch ein Problem, das ich am besten in einer Grafik erklären kann.



Bislang ist Haut-Koenigsburg in mehreren Baugruppen gewachsen. Während im Westen die Türme und der Garten (A) sehr gerade im Niveau geblieben sind, kippt spätestens die kleine Bastion (B) leicht nach vorne. Man baut sie lange Zeit ziemlich "frei schwebend", deswegen hatten die Teile wohl auch den Drang nach unten... Übertrieben habe ich das Niveau der Gruppen als rote Linie dargestellt. Der kleine Vorhof vor der Mühle (C) etwa ist nun völlig schief, während die Wallmauer (D) wieder normal läuft. Ich werde wie folgt vorgehen und dann weiter berichten:
Die auf die Grundplatte reichenden (wenigen) aufsetzenden Gebäudeteile (hier als schwarze U's gezeichnet) habe ich mit Stempelfarbe eingefärbt, lose auf die Grundplatte aufgesetzt und dann wieder abgenommen. Damit habe ich den Anhalt, wo ich Kleber satt auftragen muss. Jetzt wird dort die Grundplatte richtig satt dort eingeklebt, die Häuserteile beschwert (dicke rote Pfeile, gut, dass noch keine Schornsteine auf den Dächern sind) und unter dem tiefsten Punkt in (B) ein Gegendruck (Radiergummi als "Opfer") angebracht. Das muss laaaaange antrocknen, dann sollte das Niveau wieder etwas gerade gerückt worden sein. Danach kann man die Seitenteile an der Platte gut bündig ankleben. Dafür habe ich mir noch hier und da ein paar Eingriffslöcher in die Böden geschnitten (da, wo noch der Rest der Außenmauer mit ein paar kleinen Türmen drauf kommt).
Soweit die Theorie. In der Trockenübung geht das auch - ein paar Tage später werde ich Euch dann berichten, ob das auch so geklappt hat, wie ich es jetzt beschrieben habe.

Ein schönes Wochenende, schöne Grüße von
Jens

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Dienstag, 22. Februar 2005, 11:37

Liebe Klebekollegen,

ich lege mit der Haut-Koenigsbourg eine kleine Pause ein und bestelle mir erst mal einen zweiten Bogen. Was mir mit der Grundplatte und schiefen Gebäudeteilen alles passiert ist, kann man mit gescannten Teilen nicht mehr kaschieren, zumal ich ganze Original-Teile wieder abgeschnitten habe, um das Gesamtmodell zu verbessern.
Sagen wir mal so: "untenrum ist ziemlich viel verdorben" – beim Aufkleben auf die Grundplatte (19,5 cm × 69,5 cm) zeigt sich, dass die Burg auch in sich schief ist. Die Hauptburg driftet leicht nach links, während die Vorburg sehr weit nach rechts ausschert (wenn man sich den Grundriss von oben und von hinten [Bauanfang] betrachtet, hier mal wieder eine Grafik, stark übertrieben, schwarz sollen die Lücken zur Grundplatte darstellen):



Nachdem ich die Burg auf die Grundplatte aufgeklebt und einigermaßen ausgerichtet hatte, zeigte sich, dass die spitze Vorburg viel zu weit über die Grundplatte nach rechts heraus ragt. Die leicht verdrehten Seitenteile der Hauptburg kann man noch einigermaßen nachträglich richten, so dass die Seiten dort nicht mehr ganz so schief aussehen. Aber die Platte für die Vorburg musste ich wieder abtrennen, das war mehr als ein Zentimeter, der zur Grundplatte fehlte.
Ich muss eine neue Platte der Vorburg etwas angleichen, so dass dieser Gebäudeteil an einer Seite längenmäßig etwas verkürzt wird und das Ganze sich quasi so wieder "eindreht". Außerdem hilft ein zweiter Bogen mir beim Kaschieren der verspannten Felsteile und noch manch anderer Kleinigkeiten.
Was mir noch aufgefallen ist: da die Burg sehr lang ist und sich die Platte leicht durchbiegt, könnten Spanten aus starkem Karton wie bei einem Schiff zur Versteifung der Platte und zur zusätzlichen Stützung der Seitenteile helfen. Ich kann die jetzt nicht mehr einbauen, muss das aber ausdrücklich empfehlen.
Meine Tipps also: Eingrifflöcher in eine Grundplatte schneiden. Eventuell weitere selbstgebaute starke Spanten unter die Burg zur Stützung der Platte und der Seiten einkleben (die Hauptburg "schwebt" darüber). Aufsetzen der Burg auf eine Längsseite der Hauptburg (ich habe die kurze Kopfseite erst angeklebt und dann längs auf die Platte "zugeklappt") und dann Seiten ausrichten. Erst die Hauptburg-Seitenteile ordentlich justieren und ankleben, den Vorburg-Platz später ankleben, dabei evtl. Driften zur Grundplatte korrigieren.

Beste Grüße von
Jens

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Dienstag, 22. März 2005, 09:16

Liebe Klebekollegen,

lange hat man nichts von der Haut-Koenigsbourg gesehen, aber ich habe peu á peu weiter gemacht. Ich musste mir einen zweiten Bogen bestellen, weil ich das Malheur mit dem wegdriftenden Vorhof nicht mehr vernünftig lösen konnte. Heute möchte ich mal beschreiben, woran das liegt.
Wie in den vorigen Skizzen erläutert, hat die Burg nicht nur ein horizontales Niveau-Problem zwischen den Baugruppen, dass man leicht korrigieren kann, sondern auch eine leichte "Bananen-Tendenz", wie in der letzten Skizze gezeigt. Ich hatte mir den aufzuklebenden Vorhof dabei versaut, weil der mehr als 1 cm von der Grundplatte wegragte und man diese Gruppe nicht mehr retten konnte. Mit einem neuen Teil ging das jetzt problemlos, weil ich es angepasst habe. Aber von vorne. Wir umrunden die Burg im Uhrzeigersinn.



Eine mehr als 2mm große Lücke entsteht zwischen zwei Böden (E18 und E20), dabei scheint die Burg also wegzudriften. Die Lücken konnten einigermaßen kaschiert werden. Die 2mm müssen ja irgendwo bleiben, und deswegen verdrängt diese kleine Lücke auf die Länge gesehen den Vorhof von der Grundplatte weg. Dort muss also wieder angepasst werden. Hier sieht man auch mehrere Felskaschierungen, wo einst mm-große Lücken klafften, die hier und da immer mal wieder auftreten.



Die Vorhofplatte mit ihren Seitenteilen soll natürlich passgenau auf die Grundplatte und war demnach irgendwo zu lang. Ich musste in mehreren Anpassungsversuchen die Platte an das kleine Gebäude angleichen, bis die Seitenteile zur Grundplatte bündig standen. Insgesamt kann man also von einer Eindrehung sprechen (wie in der Skizze auch schon angedacht) und siehe da – ich habe fast 3mm wegschneiden müssen. Der Drehpunkt befand sich an einem Wehrturm-Punkt, dort passt jetzt auch alles prima. Nachteil: die Wehrgänge im Vorhof müssen jetzt im selben Maß gekürzt werden und die Lage des Vorhofes zur Burg ist jetzt nicht mehr so vorbildgetreu – aber fällt das jemandem auf? Man sieht noch, dass Spanten nützlich sind, um ein Durchbiegen der Grundplatte zu verhindern. Aus dieser Perspektive wird auch ersichtlich, dass nicht alle äußeren Wehrgänge und –türme gerade stehen. Mal sehen, ob sich das noch beheben lässt. Auch Eingrifflöcher tun noch ihren Dienst. In einer Grundplatte sehe ich sie zwar nicht so gerne, aber hier muss es sein.



Links sieht man schon wieder die Spannungen in den Böden- und Felsteilen, und auch die Wehrgänge haben teils große Macken: entweder sind die Bodenneigungen zu steil, dass man sie anpassen muss oder die runden Wehrtürme passen nicht zum Boden. Hier musste ich schon viel probieren und anpassen. Die Lücke im Wehrgang ist dabei die größte Macke, hier habe ich die falsche Bodenneigung ignoriert und den Gang horizontal passend eingeklebt. Man will ja keine schiefen Gänge. Die Lücke muss ich dann kaschieren.



Im hinteren Teil der Burg sieht es jetzt schon fertig aus, aber mein Perfektionismus treibt mich noch zu kleinen Korrekturen – ich habe ja einen (empfehlenswerten) zweiten Bogen mit dabei. Was mich stört, ist das Schild: im Boden ist ein weißer Platzhalter und man muss das Schild mit aufkleben. Wenn man’s nicht haben möchte, muss man wohl mit einem Rasenteil hier verbessern.
Soweit für heute, demnächst wieder mehr und dann gibt’s hoffentlich, wenn alles verbessert ist, Bilder für die Galerie,

beste Grüße von
Jens

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Jens« (14. Februar 2008, 14:09)


Jens

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21

Freitag, 29. April 2005, 11:22

Liebe Klebekollegen,
ich möchte meinen Baubericht hiermit abschließen. Es gibt nicht mehr viel Neues zu berichten, ich habe nun nur noch die Kleinteile an die Burg angebaut und alles, was schief oder lückenhaft war, korrigiert. Auch Fotos müssen jetzt nicht mehr sein, vielmehr dürft Ihr Euch in einigen Tagen über Fotos in der Architektur-Galerie freuen.
Aber ich möchte natürlich noch mal eine Zusammenfassung geben, was einem beim Bau der Haut-Koenigsbourg alles passieren und was man empfehlen kann. Ein paar Erlebnisse finden sich ja auch noch einige Beiträge zuvor.
Also:
  1. Man sollte sich besser zwei Bögen anschaffen (oder, wer möchte, vernünftig scannen und ausdrucken, aber manche Sachen sehen mit original korrigierten Teilen besser aus). Ist mit dem gesamten Häuserkomplex noch alles in Ordnung, so gibt es bei den Böden und Felsen teils große Spannungen, Lücken oder andere Unzulänglichkeiten. Man kann mit den Zweitteilen dann reparieren. Es gibt einige Teile, wo Differenzen von mehreren Millimetern vorhanden sind oder schlecht passen.
  2. Man wird feststellen, dass bei manchen Teilen zu viele Klebelaschen vorhanden sind, diese sollte man nach dem Anprobieren ruhigen Gewissens wegschneiden.
  3. Schon im Voraus sollte man auch Eingrifflöcher in diverse Teile einschneiden, denn man kommt an manche Teile später nur noch schlecht ran. Besonders bei den Böden ist dies von Vorteil.
  4. Die Mauly-Klammern haben mir bei vielen Boden-Klebungen wahnsinnig geholfen. Man klebt etwa manchmal lange Strecken T-förmig zusammen, da halten diese Klammern bombastisch gut. Ich empfehle die Anschaffung dieser Helfer.
  5. Eine Grundplatte von 19,5 cm × 69,5 cm (Länge kann etwas variieren) empfiehlt sich. Man sollte diese zusätzlich mit Dreiecksspanten versteifen. Da die Gebäude nur auf wenigen Stellen auf eine Grundplatte später aufsetzen, schwebt der Burgkomplex also darüber. Der Längsschnitt einige Beiträge zuvor (und auch im Bogen selber) gibt einen Einblick, wo die Spanten liegen können.
  6. Man sollte sich nicht sklavisch an die Reihenfolge der Baugruppen halten. Gerade im verwinkelten Vorhof ist es besser, manche Häuser abweichend zuvor einzubauen oder etwa kleinere Dächer erst später auf die großen aufzusetzen (anstatt die großen unter schon eingeklebte Dächer einschieben zu müssen, echt hinderlich). Manche Baugruppen "schweben" auch ziemlich lange herum, ehe sie Boden bekommen, hier ist andersherum besser, auch wegen der Passgenauigkeit.
  7. Wenn man die Dachgauben wie schon beschrieben supert (also H-förmig aufschneiden, leicht aufrichten und mit einem Keil hinterrücks justiert verkleben), macht das einen besseren Eindruck als flache Gauben.
  8. Auch die Schornsteine sollte man mit Karton verdicken. Diese sollten aber nicht mit aufgebaut werden, sondern erst ganz zuletzt, weil sich die Dachflächen besonders bei der Hauptburg ideal zum Beschweren eignen, wenn man etwa die Burg auf die Grundplatte klebt und justieren möchte.
  9. Beim Aufkleben auf die Grundplatte sollten die Böden und Seitenplatten schon fertig sein, damit die Burg ausgerichtet und die Seiten somit rechtwinklig und passend zur Platte justiert werden können. Wie beschrieben (und ein heikler Punkt in der Bauphase): die wenigen bis zur Platte reichenden Gebäudeteile einfärben, auf die Platte setzen und justieren und damit quasi "stempeln", auf diese nun markierten Flächen viel Uhu geben, Burg aufsetzen, (im "schwimmenden" Uhu) justieren, beschweren und ganz lange aushärten lassen. Danach die Seitenwände ankleben (evtl. mit Grifflöchern von unten).
  10. Ich habe einen Fehler gemacht und die Falzkanten der Rasenflächen auch eingefärbt. Das sieht doof aus, diese Kanten (als auch die Felskanten) sollten besser nicht gefärbt werden.
  11. Wenn die Burg sich in sich verdreht (wie bei mir vorgekommen), ist der letzte Rettungsanker der Vorhof, wo man sich wieder eindrehen kann. Nachteil: man muss die Wehrgang-Mauern anpassen und viel probieren, aber man merkt diese Korrektur hier am wenigsten.[/list=1]
    So, ich hoffe, dass es jetzt auch andere riskieren wollen, die Haut-Koenigsbourg bauen zu wollen. Wenn alles fertig ist, macht die Burg wirklich einen farblichen und baulich imposanten Eindruck. Wie schon gesagt gibt es in der Hauptburg keinerlei Passprobleme, aber rundherum schon einige, deswegen der Tipp mit dem Zweitbogen. In einigen Tagen stelle ich dann Fotos in die Galerie,
    vielen Dank und beste Grüße von
    Jens

    P.S.: Ich weiß nicht, was ich als nächstes bauen soll, diesmal aber wieder was Kleineres und weniger Detailliertes. Eine Siegmund-Arbeit wäre mal wieder nicht schlecht. Mal sehen...

Scorpio

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Freitag, 29. April 2005, 12:01

Hallo Jens,
Erstmal Danke für so informative und bildreiche Baubericht.
Deiner Zusammenfassung ist eine sehr gute Idee für alle die Bauberichte schreiben einfach immer am Ende so wie Du das gemacht hast sein Erfahrung mit den Bogen kurz beschreiben. Klasse Baubericht !
Modell sieht Prima! =D> =D> =D>
Gruß
Christoph

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23

Freitag, 29. April 2005, 19:21

Hallo Jens !!!

Spitzenklasse Baubericht =D> =D> =D>

Freue mich schon auf die Bildergalerie :]

Liebe Grüße aus der Steiermark

Kurt

Henry

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24

Freitag, 29. April 2005, 21:15

Hallo Jens,
trotz aller Probleme ist Deine Königsburg ein wunderschönes Modell geworden. Ich frage mich aber langsam, ob es bei allen Modellen dieses Verlages solche Ungenauigkeiten gibt. Ich besitze ein paar Modelle von L'instant Durable, da kann man schon bei den Titelfotos der gebauten Modelle erkennen das einiges nicht stimmt. Mit "Probebau" und ähnlichen Faxen scheint man es in Frankreich nicht so genau zu nehmen.
Beste Grüße
Henry
Henry Gölz verstarb am 09.12.2010 an den Folgen einer Krankheit. Mitglieder und Team von Kartonbau.de vermissen Henry und seine Beiträge sehr. Seine bisherigen Beiträge in unserem Forum sind nun Teil unser Erinnerung an Henry.

Jens

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25

Montag, 2. Mai 2005, 07:44

Was mich etwas an Haut Koenigsbourg genervt hat: die ganzen Gebäudeteile waren teils super kompliziert abgewickelt und passten dann doch auf den letzten Zehntel-mm zusammen - und bei den Felspartien ging's dann los, dann in den Böden und auch anderswo. Ich habe mir durch Kaschierungen und Korrekturen nun eine vernünftige Burg zusammen gebaut, aber ohne zweiten Bogen hätte ich das Modell bestimmt bald "verstoßen". Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass die Designer von L'instant Durable doch einen bemerkenswerten Job gemacht haben, denn eine so komplizierte Anlage als Kartonmodell zu konstruieren, die trotzdem noch so viele Details zeigt, das ist schon toll. Wenn der Druck dann noch 1a gewesen wäre, hätten wir ein super Modell gehabt.
Meine Idee: warum gibt man nicht bei solch großen Modellen noch eine extra Seite dabei, mit Texturen von Problemteilen, also eine größere Fläche Dach, Außenmauer, Fels und Rasen, damit man im Notfall mit ein paar selbst geschnippelten Teilen Fehler kaschieren kann. Ein Bogen muss doch nicht zwangsläufig mit 0 Teilen aufhören...

Beste Grüße von
Jens

MHBS

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Montag, 2. Mai 2005, 10:11

Hallo Jens,

herrlicher Bericht und herrliches Modell!

Vielen herzlichen Dank,

Matthias

Albrecht

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Montag, 2. Mai 2005, 15:21

Hallo Jens,
trotz aller Widrigkeiten ein super schönes Modell.
Ärgerlich wenn die Bauteile nicht zusammen passen.
Um so größer ist die Freude wenn man doch noch ein akzeptables Resultat geschafft hat.
Beim Kauf von 2 kompletten Baubögen aber auch ein stolzer Preis für das Modell.
Die Idee, von schwierigen Teilen gleich Ersatz mit in den Bogen zu legen ist nicht schlecht.
Aber dann müßte L instant Durable immer gleich 2 ganze Bögen zusammen verkaufen. :D :D :D
Was steht jetzt als nächstes Modell auf der Bauliste???
Gruß Albrecht

Jens

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28

Dienstag, 3. Mai 2005, 07:22

Zitat

Was steht jetzt als nächstes Modell auf der Bauliste???

Och, ich habe noch so viele Bögen. Jetzt müsste mal wieder etwas Einfaches her. Da ich meine Modelle aber auch für unsere Hobby-Ausstellung baue und unsere Bundesanstalt für Geowissenschaften sich vielleicht auch für etwas Berufsnahes interessiert, denke ich, baue ich mal die Zeche Zollverein von Schreiber (P. Tabernacki). Auch wieder mit Baubericht.
P.S.: Nur noch ein paar Kleinigkeiten an der Burg, dann gibt's Fotos.

Beste Grüße von
Jens

heribert

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Dienstag, 3. Mai 2005, 08:42

Hallo Jens,

Deine Burg sieht super aus und Dein Baubericht ist Dir wieder vorbildlich gelungen!

Da freut man sich schon auf Deine nächste "Arbeit"

Viele Grüße
heribert

PS. Ich arbeite auch nur nach der Zweibogenmethode... :)
Ich klebe also bin ich. Glutino ergo sum.

in Arbeit: Modelik, Nr. 1/03, OL-49, 1:25
in Arbeit: GPM 205 Sd.Kfz.251/1 Ausf. C
auf der Werkbank: Proszenium "Urania" No.8 vom Verlag Scholz/Mainz 19.Jahrhundert

Jens

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30

Dienstag, 3. Mai 2005, 09:05

Zitat

Deine Burg sieht super aus

Na, Ihr habt ja alle die fertige Burg noch nicht gesehen. Ich bin froh, dass sie jetzt fertig ist und die Korrekturen sieht man auch nur noch, wenn man ganz genau hinguckt oder es weiß.

Maria

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Donnerstag, 5. Mai 2005, 18:58

Hallo Jens,
Die Burg hast Du wirklich sehr schön und sauber gebaut.
Bevor ich Deine Baubericht gelesen habe wollte ich die Baubogen kaufen aber nach dem was ich von dir gesehen habe, habe sehr schnell resigniert. Ich bin nicht wie Du so erfahrene Modellbauerin und mit Sicherheit würde ich das Modell nicht schaffen – noch nicht.
Vielleicht später versuche ich meine „Kräfte und Erfahrung“ mit dem Modell messen mal sehen.

Gruß
Maria
In Bau: Ev. Johanneskirche Darmstadt/M.1:200hier

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