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Montag, 11. September 2017, 20:39

Hallo zusammen,

nicht dass ihr denkt, ich lasse mich von den grob geschätzt, 1200 Sitzplätzen abschrecken. Peter wollte ja auch noch ein paar bauen. :)
Aber jetzt erhalten erst mal das Promenadendeck und das Bootsdeck ihre Fensterfronten. Im Bogen sind alle Teile als Fenster mit bespannter Reling dargestellt.



Laut Baubericht von Dittmer und Müller in der Zeitschrift Werft und Reederei vom 7.11.1927 gab es jedoch sowohl auf dem Promenadendeck, als auch auf dem Bootsdeck einen großen offenen und einen verglasten Teil. 900 mm oberhalb des Schanzkleides war auf der Reeling eine Teakholzleiste angebracht. Die Fronten und ein Teil der Seiten der Promenaden 1. und 2. Klassen hatten Schutzverglasung mit besonders breiten Kurbelfenstern und in der 2. Klasse mit Schiebefenster aus Ranaholz. Sonnensegel erstrecken sich über das ganze Schiff. Im Bereich der offenen 1.Klasse Promenade sind Seitengardinen und Markisen mit besonders schwerem Tuch klappbar angebracht worden. Dies alles ist schön auf den Fotos von F.Grasser aus der Fotothek zu sehen.


Die ersten Fenster haben wir angebracht, für die Änderung der anderen brauchen wir jetzt erst einmal wieder einen Tag am Computer.



Schönen Abend.
Ulli

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122

Montag, 11. September 2017, 21:25

Mensch, Ihr lasst aber auch nichts aus, wunderschöne Umsetzung.

Liebe Grüße
Robi
Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.

Karl Popper

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Montag, 11. September 2017, 22:05

Danke Robert,

gerade kann man die Cap Arkona auf- Arte HD - sehen, "Titanic" Spielfilm 1943.
Ich glaube, ich muss noch etwas bei der Inneneinrichtung nacharbeiten.

schönen Abend.
Ulli

modellschiff

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124

Dienstag, 12. September 2017, 08:55

Hallo,
Euer letztes Bild ist ganz hervorragend geknipst. Es sieht auf den ersten Blick so aus, als stünde man vor dem Orifinalbau.
Ulrich

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Dienstag, 12. September 2017, 19:51

Kein sachlicher ...

... aber um so herzlicher Beitrag:

Es ist mir immer wieder eine große Freude, euren Baubericht zu bewundern!
(statt 1000 hurra-smilys)

Beste Grüße,

Manfred

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Samstag, 7. Oktober 2017, 10:25

Moin moin,
hab mich in den letzten Tagen richtig an diese Begrüßung gewöhnt.

Im Urlaub kommen wir endlich mal dazu ausgiebig in aller Ruhe zu bauen.
Angesichts dieser Bilder

(Hier auf der Insel sind wir mit Xavier sehr glimpflich weg gekommen),
habe ich mich entschieden die Inneneinrichtung ruhen zu lassen und mit den Rettungsbooten zu beginnen.

Die Cap Arcona war auf dem Bootsdeck mit 24 Rettungsbooten 9*3,2*1,22m für je 83 Personen und zwei Motorbooten 9*2,7*1,22m für je46 Personen ausgestattet. Diese konnten mittels Columbusdavits zu Wasser gebracht werden. Im Film über den Untergang der Titanic...


Quelle Titanic https://www.youtube.com/watch?v=4QZDH1x-6eM

... kann man einige Boote sehr genau sehen. Im Vergleich mit den Booten aus dem Baubogen fällt ein gravierender Unterschied besonders auf.




Bei den üblichen Rettungsbooten verläuft die Beplankung in Längsrichtung, bei diesen diagonal. Auch scheint die Beplankung fein geschliffen, lackiert und poliert, wie bei Möbelstücken. 1927 wurden bereits viele Schiffe mit Rettungsbooten aus Metall ausgestattet. Nur einige wenige Reedereien leisteten sich den Luxus, Rettungsboote aus Holz zu verwenden. Die Cap Arcona sollte schon auf den ersten Blick einen eleganten und luxuriösen Eindruck machen und so verwendete man Rettungsboote in diagonal Eichenwagenschott-Bauweise. Die Firma Oltmann in Motzen an der Weser fertigte solche Boote ausschließlich für Luxuspassagierschiffe. Die Anschaffung und der Unterhalt dieser Boote war sehr teuer.

Ich werde daher die Boote digital verändern.

Später mehr ....Bis dann
Ulli

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Samstag, 7. Oktober 2017, 14:26

Moin, moin Ulli,

schau dir einmal das Rettungsboot der PAMIR an (Jakobikirche zu Lübeck), das war ebenfalls nach dieser Bauart beplankt.

Gruß
HaJo

Konpass

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Samstag, 7. Oktober 2017, 15:21

Bei dir liest man Sachen, von denen ich noch nie etwas gehört habe.

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Samstag, 7. Oktober 2017, 16:07

Moin moin HaJo,

Danke für den Tipp. Über die Pamir habe ich mir in Bremerhaven ein Buch gekauft, aber noch nicht gelesen. Die Rettungsboote in Lübeck sind tatsächlich genau so gebaut, ob sie aber noch Orignale von 1905 waren ? Die Sicherheitseinrichtungen der Pamir wurden soweit ich weiß, Anfang der 50er Jahren gründlich überholt.

Gruß
Ulli

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Samstag, 7. Oktober 2017, 16:13

Moin zusammen,

im DSM liegt auch ein (beschädigtes) Rettungsboot der PAMIR. Ich hatte mich schon mehrfach über die mir ungewöhnlich erscheinende Bauweise gewundert - Danke für die Erläuterungen!
Viele Grüße Nils/Unterfeuer

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Samstag, 7. Oktober 2017, 16:20

Hallo Henning,

ich habe das Glück gehabt die ausführlichen Berichte von Dittmer in den Zeitschriften im Schifffahrtsmuseum Bremerhaven und den Bericht von: E.Luchsinger "Der Doppelschrauben -Turbinendampfer „Cap Arcona“ in: Zeitschrift des VDI Bd.71, 19.11.1927 im Technoseum Mannheim zu finden. Hierin findet sich sogar eine Liste der Liferanten für den Bau der Cap Arcona.
Da mir die Schiffstechnik und deren Begriffe nicht ganz so geläufig sind, versuche ich mich einzulesen und wurde dort: "Bootsbau: Praktischer Schiffbau (1929) von Adolf Brix" fündig.

Viele Grüße
Ulli

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Konpass

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Samstag, 7. Oktober 2017, 17:30

Ich glaube, an dir ist eine gute Wissenschaftlerin verloren gegangen.

kartonschneider

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Samstag, 7. Oktober 2017, 18:25

Moin Ulli ,

diese Beplankung nennt man auch , Diagonal-Kraweel - od. auch Diagonal-Beplankung ,
je nach dem wie die Planken verlaufen. 8o


Es grüßt aus BI ,

Ewald , Kartonschneider

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Samstag, 7. Oktober 2017, 20:22

Moin Ulli,

die erste Ausgabe erschien 1928, im dem Jahr, im dem die 3 Werftbasse für die mein Großvater, Vater und auch ich gearbeitet haben, Ihre erste Werft gegründet haben. Im laufe der Jahre wurden es 5 Betriebe, von denen nur noch 2 existieren. Ein Betrieb in Husum, der
Die Ausgabe, die ich habe, ist ein Nachdruck. Für mich ist sie, bis heute sehr informativ.
Ich selber habe noch ein wenig Bootsbauluft geschnuppert.

So viel ich weiss, wurden in Husum und in Rendsburg bis ca. Ende der 60ger Jahre die Rettungsboote selbst gebaut. Beide Werften hatten noch viele Bootsbau beschäftigt.

Die Akribie und die Recherche die für eure Modelle macht, vor dieser ziehe den Hut.

Viele Grüße
Arne
Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
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Samstag, 7. Oktober 2017, 22:15

Moin Ewald,



diese Beplankung nennt man auch , Diagonal-Kraweel - od. auch Diagonal-Beplankung ,
je nach dem wie die Planken verlaufen. 8o



danke, genau dass macht es für uns Süddeutsche so schwierig. :) Die Erklärung für "Diagonal Kraweel" ist viel leichter zu finden, wie für "Diagonal Eichenwagenschott Bauweise".

Schönen Abend
Ulli

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Samstag, 7. Oktober 2017, 22:26

Moin Arne,

wir haben einfach einen großen Vorteil, da wir beide das gleiche Hobbie haben und es einfach Spass macht, die Teile möglichst genau nachzubilden.
Peter gerade bei der Arbeit: :)







Schönen Abend
Ulli

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Sonntag, 8. Oktober 2017, 21:38

Hallo zusammen,

mit Paint Shop Pro (Corel) habe ich die Boote bearbeitet. Zunächst wollte ich Muster verwenden, die es im Netz zum downloaden gibt, aber diese erwiesen sich für die kleinen Boote als zu grob. Also habe ich Schiffsplanken eingescannt, um 45 °gedreht und farblich so verändert, bis ich einen gewünschten Farbton hatte. Eiche kann hell, aber je nach Bearbeitung auch sehr dunkel sein, auf den Fotos erscheinen die Boote sehr dunkel. Hier eine Aufnahme von M.Horst aus der Digitalen Fotothek.



Bei der Bearbeitung am Bildschirm ist zunächst alles ganz einfach, aber beim Ausdruck X( , das übliche Problem. Mit dem Laserdrucker liegt die Farbe nur oberflächlich auf, der Tintenstrahler gibt die feine Struktur nicht wirklich wieder. Auf jeden Fall ist dann für die weitere Bearbeitung eine Fixierung durch UV Spray erforderlich.
Hier ein erstes Ergebnis.



Leider macht jetzt die Passform der Vorlagen das nächste Problem.

VG
Ulli

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Montag, 9. Oktober 2017, 20:22

Moin moin,
im Urlaub hat man ja viel Zeit und vielleicht auch Geduld, aber bei diesen Rettungsbooten wird sie doch sehr strapaziert. X(
Die Einschnitte lassen sich auch nach eingehendem Formen nicht richtig schliessen. Solch mangelhafte Passform habe ich noch bei keinem Rettungsboot gesehen und dabei hab ich bei fast allen unseren Schiffen diese Boote gebaut.



Vielleicht finde ich doch noch ein Modell, dessen Boote ich verwenden kann. Die der Bremen passen leider nicht.

Schönen Abend
Ulli

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Montag, 9. Oktober 2017, 21:06

Moin Ulli,

die Diagonalbeplankung ist auf jeden Fall schon mal sehr gut gelungen. Dann drücke ich die Daumen, dass Ihr ein passgenaueres Boot findet!
Viele Grüße Nils/Unterfeuer

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Montag, 9. Oktober 2017, 21:15

Moin Ulli;
ich habe mir gerade den Brix geholt.
Von Seite 22 bis Seite 30 ist was über die Rettungsboote für Handelsschiffe und Yachten geschrieben worden.
Dann müsste man die Boote für die „ CAP ARCONA „ einmal kommplett mit den maßen aus dem Buch aufreissen.

Die andere Möglichkeit wäre die Seite www.ship-model-today.de.


Am 16. Oktober muss ich 2 Bücher in der Marine Bibliothek abgeben. Bis 19 Uhr ist diese geöffnet und so werde ich mal schauen, was ich finde. Bei ca. 80.000 Bücher und Medien wird was sein.

Die andere Möglichkeit wäre das Museum von Peter Tamm in Hamburg.

Viele Grüße
Arne
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Mittwoch, 11. Oktober 2017, 09:19

Moin moin,

danke für die Unterstützung. Um die Rettungsboöte zu überarbeiten, benötige ich wieder viel Zeit am Computer. Ich hatte die Hoffnung eine Vorlage aus einem anderen Baubogen zu finden.
Aber es gibt ja noch viele andere Baustellen auf diesem Schiff, daher baue ich jetzt erst einmal Lüfter und die Schornsteine. Sobald wir wieder daheim sind kann ich ja in Peters Fundus suchen.

VG
Ulli

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Mittwoch, 11. Oktober 2017, 20:56

Hallo zusammen,

auf diesem Bild von M.Horst aus der Digitalen Fotothek ist gut zu sehen, wie stark die ersten zwei Schornsteine rauchen.



Der Antrieb der Cap Arcona wurde unter dem Gesichtspunkt der Gewichtseinsparung und der maximal erforderlichen Geschwindigkeit von 21 Knoten gewählt.
Zwei Turbinen wurden durch vier Doppelender-Wasserkessel in zwei voneinander getrennten Kesselräumen mit Dampf versorgt. Jeder dieser Kessel wurde durch 10 Brenner befeuert. Diese ermöglichten bei geringem Platzbedarf besonders schnelles Anfeuern und wurde daher damals meisst nur bei der Kriegsmarine verwendet.
Zur Ableitung der Rauchgase stand über jedem Kesselraum ein Schornstein. Der dritte Schornstein ist wie oft bei anderen Passagierschiffen dieser Zeit eine Atrappe. Man wollte auf diesen Schornstein aus ästhetischen Gründen nicht verzichten. Er wurde als Treppenhaus benutzt und zur Lagerung von Trinkwasser und von Schmierölen für die beiden darunter liegenden Schiffsturbinen.

Zum Modell:
Die Mäntel der Schornsteine forme ich ohne Feuchtigkeit, da die Gefahr besteht, dass die weiße und die rote Fläche unterschiedlich sich ausdehnen. Mit Hilfe einer Teleskopantenne kann ich langsam die Rundung herausarbeiten.



Wichtig ist, dass das Papier nach dem Runden eine Weile entspannen kann. (Tipp eines lieben Modellbaufreundes) Scherengriffe eignen sich hier als Halt.



Ich klebe die Kanten stets stumpf mit Weißleim aufeinander ohne Laschen. Diese drücken sich zu leicht durch und verhindern den korrekten Sitz der Innenspanten.



Natürlich besteht die Gefahr, dass der Weißleim das Papier zu stark anlöst, aber wenn man den Leim ganz dünn aufträgt und lange trocknen lässt, kann man danach nochmals Leim zur Sicherheit auftragen. Uhu ist nicht mein Ding.




Die Schornsteine sind im Baubogen sehr schön mit allen Details dargestellt. Dies braucht natürlich auch die entsprechende Zeit.

Schönen Abend
Ulli

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Freitag, 13. Oktober 2017, 09:42

Moin moin,

die Schornsteine nehmen langsam Form an.



Laut Baubogen hat jeder dieser Schornsteine auf seiner Rückseite ein Lüftungsrohr. (Auf meinen Fotos sind bei einem Schornstein aber zwei Rohre zu sehen. ?( ) Das Lüftungsrohr für den letzten soll gekrümmt werden, dafür passt die Vorlage aber nicht.

Zum Formen dieser Rohre greife ich in mein "Nähkistchen". Nähnadeln gibt es in unterschiedlichen Stärken und Längen (von der feinsten Nähnadel, bis zur langen Patchworknadel und der Posterernadel). Sie sind sehr stabil und dennoch in Querrichtung biegsam.


Da es hierbei ohne etwas Feuchtigkeit nicht geht, lasse ich das Papier vor dem Verkleben an der Nadel tocknen, damit es sich nicht verzieht.



Zum Verkleben benutze ich wieder Weißleim, den ich mit einem feinen Pinsel sehr sparsam auftrage.



Die Nadel entferne ich erst, wenn alles gut durchgetrocknet ist.



Fertig :)

Die erste Anprobe ;( :



Wie bei so viele Teilen - den letzten Feinschiff (auf Maß schneiden) überläßt der Baubogen dem User.

Schönen Tag
Ulli

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