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woody

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Dienstag, 22. August 2006, 21:20

So, damit haben wir das Material beieinander. Jetzt brauchen wir noch ein paar Kenntnisse im Umgang mit dem Gimp, damit wir so richtig loslegen können. Ich habe bei den Kriterien für die Wahl des Gimp u. a. die hervorragende Ebenenverwaltung genannt; und die wollen wir uns jetzt mal anschauen.

Was heißt eigentlich Ebenenverwaltung? Eigentlich nur, daß ich mein Gesamtbild aus lauter übereinandergelegten Blättern zusammensetze, die - je nach Wahl - meistens transparent sind. Die Bild- und Farbinformationen der einzelnen Ebenen können sich dabei ergänzen, ersetzen und überlagern (sogar mit Prozentangaben). Damit lassen sich teilweise sehr interessante Effekte erzielen.

Und konkret: Schauen wir uns doch einfach mal unsere Vorlagenseite nach dem Öffnen an:
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442

Dienstag, 22. August 2006, 21:20

Und im Werkzeugfenster könnt Ihr sehen, daß ich auf die Ebenen-Verwaltung umgeschaltet habe und prompt eine Lister der in der Vorlage definierten Ebenen bekomme. Jeder Ebene kann man einen Namen zur leichteren Identifikation geben.
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Dienstag, 22. August 2006, 21:22

Daneben gibt einem die Ebenenübersicht auch Auskunft über den Zustand der Ebene: Das "Auge" bedeutet, daß diese Ebene derzeit "sichtbar", also aktiviert ist und damit Einfluß auf das Gesamtbild hat. Das Muster aus grauen Quadraten zeigt an, daß diese Ebene einen transparenten Hintergrund hat. Wie Ihr sehen könnt, habe ich es mir angewöhnt, eine Hintergrundebene aufzubauen (meist mit einem weißen Hintergrund), und alle folgenden Ebenen transparent zu machen. Das Ganze ist dann etwa wie das übereinanderlegen von Folien auf einem Overhead-Projektor :)
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Dienstag, 22. August 2006, 21:23

Natürlich kann man weiter Ebenen einfügen, duplizieren, nach oben oder unten verschieben (das geht auch mit Drag-and-Drop Mausfunktion) und löschen. Ihr könnt dazu die Funktionsknöpfe an der Unterseite des "Werkzeugkastens" oder das Kontextmenü (rechte-Maustaste) auf einer Ebene verwenden:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:25

Und mit diesem Wissen nehmen wir uns jetzt mal unser abgewickeltes Bauteil zur Brust ;)
Wir haben bei unserem SVG-Postscript-Import das Bauteil zweimal importiert: Einmal mit und einmal ohne Kantenglättung. Ich will jetzt im ersten Schritt das geglättete Bauteil auf die Ebene Bauteile kopieren.Im Hauptmenü wähle ich dazu das rechteckige Markierungswerkzeug aus und selektiere damit den Bauteilbereich:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:26

Dann können wir den markierten Bereich kopieren: Entweder über das Kontextmenü RMB oder mit den Kürzeltasten Strg-c. Machen wir es mal langsam, aber deutlich, mit dem Kontextmenü:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:28

Dann wechseln wir auf das Vorlagenblatt und markieren die Ebene Bauteile. Ab sofort beziehen sich dann alle Operationen auf diese Ebene. Um das nun Folgende zu verdeutlichen, habe ich mal alle anderen Ebenen unsichtbar gemacht. Wir sehen also zunächst nur einen Karomuster-Hintergrund. Und dort fügen wir das Bauteil mit Strg-v ein:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:30

Und jetzt hat sich eine ganze Menge getan: Das ausgeschnittene Bauteil wurde eingefügt - gut, das hatten wir ja so erwartet. Aber wenn Ihr Euch die Ebenenverwaltung anseht, dann seht Ihr dort einen Eintrag "schwebende Auswahl (eingefügte Ebene)". Der Gimp schickt auch Selektionen über die Ebenenverwaltung, so daß man zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit hat, aus einer temporären Hilfsebene (denn das ist es im Augenblick) eine vollwertige Ebene zu machen (Kontextmenü RMB).
Aber das wollen wir im Augenblick nicht. Daher genügt eine simple Deselektion des Bauteils durch Anklicken des transparenten Hintergrunds, um die Hilfsebene in die Bauteilebene zu übernehmen:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:31

Als nächstes ist dann der weiße Rand um das Bauteil dran: Der muß weg!!!
Und das geht mit dem Gimp kinderleicht: Im Hauptmenü gibt es da den Zauberstab ;), mit dem man zusammenhängende Farbbereiche selektieren kann. Klicken wir auf den Zauberstab und dann auf den weißen Bauteilrand:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:33

Anschließend löschen wir den so markierten Bereich mit dem Kontextmenü (RMB) und "Bearbeiten" - "Ausschneiden". Und dann: voila!
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Dienstag, 22. August 2006, 21:35

Jetzt wollen wir das Bauteil noch positionieren. Dazu können wir den Hintergrund und den Millimeterrahmen aktivieren, so daß wir die Blattgrenzen sehen. Anschließend müssen wir die Ebene Bauteile markieren, damit sich die Änderungen auf diese Ebene beziehen.
Jetzt nur noch das Bauteil markieren und in die linke, obere Ecke ziehen:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:37

So, und jetzt wollen wir unsere erste neue Ebene erzeugen. Wir haben beim SVG-Import ja zweimal importiert, einmal mit und einmal ohne Kantenglättung. Und das grüne Bauteil ohne Kantenglättung wollen wir jetzt in eine Ebene mit dem Namen "Hilfslinien" laden. Dabei soll das Hilfsbauteil genau deckungsgleich mit dem eigentlichen Bauteil zu liegen kommen. Wichtig ist auch, daß die Ebene einen transparenten Hintergrund hat.
Erzeugen wir mal die neue Ebene ...
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Dienstag, 22. August 2006, 21:40

... und kopieren dann unser "kantiges" Hilfsteil auf diese Ebene:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:43

Bei diesem Kopiervorgang könnt Ihr wunderschön beobachten, wie der Gimp das Bauteil erst über eine Zwischeneben einfügt, bevor diese Ebene durch den Bestätigungs-Mausklick in die Ebene Hilfslinien kopiert wird.

Aber jetzt ist unser altes Bauteil größtenteils verschwunden! 8o

Keine Panik, machen wir erst mal mit dem "Zauberstab" den weißen Rand weg:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:47

Wie Ihr sehen könnt, sind jetzt Teile des Bauteils wieder erschienen. Und das ist auch logisch, denn die Ebene Hilfslinien liegt über der Ebene Bauteile und verdeckt diese dabei teilweise. Allerdings nur da, wo auch Pixel gesetzt sind, denn wir haben bei der Ebenendefinition den Hintergrund auf transparent geschaltet.

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, Ebenen zu kombinieren: Wir können Ebenen als "deckend" definieren, d. h. jedes Pixel einer Ebene "überdeckt" alle Pixel der darunterliegenden Ebenen. Und das ist nicht immer sinnvoll, so wie z. B. hier: Warum sollte die Ebene "Hilfslinien" die Pixel der Ebene "Bauteile" einfach plattmachen. Wäre es nicht viel besser, wir würden die Bauteilpixel auch noch an den Stellen sehen, an denen Hilfslinienpixel liegen? ;)

Und das erreichen wir, indem wir die Ebenen-Modus von Normal auf Multiplikation setzen:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:49

Durch die so gewählte Überlagerung der Punkte erreichen wir, daß die Bauteil-Ebene sozusagen durch die Hilfslinien-Ebene "durchscheint", d. h. die Hilfslinien-Ebene ist teilweise transparent geworden.

Und jetzt können wir das Hilfslinienbauteil markieren und deckungsgleich über unser Bauteil schieben:
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Dienstag, 22. August 2006, 21:50

Und weil ein genaues Positionieren so nicht möglich ist, wollen wir mit der +-Taste die ganze Sache mal vergrößern und genau positionieren ...
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Dienstag, 22. August 2006, 21:51

Anschließend können wir mit der Minus-Taste die Ansicht wieder verkleinern und dann mal die Hilfslinien-Ebene aus- und wieder anklicken:
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Mittwoch, 23. August 2006, 08:09

Wie Ihr sehen könnt, können wir also ohne Probleme verschiedenste Informationen einblenden, ohne unser eigentliches Bauteil zu "gefährden".

Dann wollen wir uns mal langsam an das Einfärben machen. Auch hier möchte ich für jede Farbe (soweit wie möglich) eine eigene Ebene definieren. Zum einen ermöglicht das einer Druckerei den Druck des Modells in Reinfarben anstelle vom CMYK, zum anderen haben wir bei der Gestaltung mehr Möglichkeiten.

Vielleicht ein kleiner Exkurs: was ist der Druck in Reinfarben? Ich gebe zu, ich kannte selbst immer nur den 4-Farb Offset-Druck, bis mir mehrere mir bekannte Drucker übereinstimmend erzählt haben, daß der CMYK-Farbraum beim Drucken von Grautönen so seine Grenzen hat. Das Problem ist, daß hier schon geringste Unterschiede in der Abmischung zu deutlich sichtbaren Änderungen der Grautöne führt, d. h. daß damit eine größere Fläche (z. B. die Bordwand eines Schiffes) nur schwer in einem einheitlichen Grauton gedruckt werden kann. Daher werden bei aufwendigen Drucken für diese Farben jeweils eine eigene Platte entwickelt und der Grauton fertig abgemischt als Reinfarbe in die Druckmaschine gegeben - was das Modell natürlich dann gaaaaannnzzzz billig macht! :)

Daher die Definition eigener Farbebenen. Auch wenn ich in der Regel einen CMYK-Export fahre, möchte ich mir die Möglichkeit von Reinfarbdrucken nicht ganz verbauen.Und deshalb fügen wir jetzt je eine Ebene für die beiden RLM Farben hinzu:
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Mittwoch, 23. August 2006, 08:10

Anschließend sollten wir die Lage der Ebenen innerhalb der Ebenenhierarchie kontrollieren: RLM-76 (hellgrau) ist die Grundfarbe, auf der die RLM-75 (dunkelgrau) Farbtupfen aufgebracht sind. Da die Hilfslinien am fertigen Modell irrelevant, während der Entwicklung aber auf alle Fälle sichtbar sein sollten, habe ich die beiden Farbebenen in der Hierarchie zwischen die Bauteile und die Hilfslinien geschoben:
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Mittwoch, 23. August 2006, 08:12

Da wir jetzt die "Grundierung" mit RLM-76 vornehmen wollen, müssen wir dem Gimp den Farbton mitteilen. Dazu genügt ein Doppelklick auf die Vordergrundfarbe, damit sich eine entsprechende Dialogbox öffnet:
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Mittwoch, 23. August 2006, 08:14

Und da wir den Hexadezimalwert von RLM-76 bereits aus der Umrechnungstabelle kennen, können wir die Farbe durch Eingabe von "c9d1d2" erhalten.

Nur als Hintergrund: Der Gimp arbeitet mit dem in der Computertechnik üblichen RGB-Farbraum, d. h. daß alle Farbtöne durch Mischung der Grundfarben R (= rot), G (= grün) und B (= blau) zusammengesetzt werden. Die Anteile der Grundfarben werden dabei in Dezimalwerten von 0 bis 255 aufgeführt, oder im Hexadezimal-System (basierend auf der Zahl 16) von 00 bis FF. Wenn wir also C9D1D2 eingeben, so heißt das
  • Rot mit einem Anteil von C9 = dezimal 201
  • Grün mit einem Anteil von D1 = dezimal 209
  • Blau mit einem Anteil von D2 = dezimal 210


Und diese Mischung ergibt den Grauton, mit dem wir jetzt das Bauteil füllen wollen. Um uns die Füllung zu erleichtern, wollen wir einen kleinen Trick verwenden, der sich aus der Ebenenverwaltung ergibt. Wir können beim Gimp sagen: Füll mir in der Ebene RLM-76 eine Figur aus, die der Vorlage in der Ebene Bauteile entspricht! Gut, was? ;)

Und das geht so: Erst mal wollen wir alle irrelevanten Ebene ausblenden ...
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Mittwoch, 23. August 2006, 08:15

Dann aktivieren wir die Ebene RLM-76 und markieren das Bauteil mit einem rechteckigen Ausschnitt:
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Mittwoch, 23. August 2006, 08:17

Anschließend wählen wir im Hauptmenü das Füll-Werkzeug aus, woraufhin im Werkzeugkasten ein Untermenü mit Parametereinstellungen zur Art der Füllung erscheint.

Und hier nun der Trick: Wenn man bei den Füllparametern den Punkt "Ähnliche Farben füllen" auswählt und anschließend die Checkboxen "Transparente Bereiche füllen" und "Vereinigung überprüfen" markiert, dann werden nur die Flächen der aktivierten Ebenen gefüllt, die auch wirklich sichtbar sind. Klicken wir nun in das weiße innere unseres Bauteils ...
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Mittwoch, 23. August 2006, 08:19

... um diese zu füllen! Und fertig. Na, war doch gar nicht so schwer, oder? ;)

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Donnerstag, 24. August 2006, 08:28

Etwas kniffliger wird es jetzt aber mit der Tarnfarbe: natürlich könnten wir einfach mit dem "Sprühdose"-Werkzeug jetzt Tupfen draufsprühen, aber zumindest bei mir hätte das dann wohl wenig Ähnlichkeit mit der Flecktarnung der Me-110 ... :D

Also heißt es wieder mal ein bißchen rechnen: :)
Vielleicht ist einigen von Euch schon bei den Bildern zur Farbgebung aufgefallen, daß dort in roter Farbe Bemaßungsangaben eingetragen waren. Nun, die Spannweite der Me-110 betrug 16.29m über alles, woraus sich für den Flügel die folgende Angaben ergeben:

16,29m = 410px
x m = 193px
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Donnerstag, 24. August 2006, 08:30

Dreisatz: x = 7,67 m, und das sind im Maßstab 1:33 knapp 23,24cm. D. h. daß ein Flügel im Hochformat gut auf ein Blatt Din-A4 Papier passt. Und diesen Flügel habe ich "ausgeschnitten", gedreht und in meine Din-A4 Vorlage eingefügt:
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Donnerstag, 24. August 2006, 08:31

Jetzt haben wir schon mal die "Flecken" im richtigen Maßstab und Raster. Danach definieren wir die Farbe RLM-75 und eine neue Ebene ("Flecktarnung Flecken") und wählen nun die Sprühpistole aus dem Hauptmenü aus. Im Parametermenü kann man dann noch den Pinsel und die Sprühparameter festegen, wobei ich als Pinsel auf eine Kreisscheibe mit unscharfem Rand ausgewählt habe.
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Donnerstag, 24. August 2006, 08:32

Und dann heißt es sprühen: Jetzt habe ich jeden Flecken nachgesprüht, bis ich in der Mitte eine deckende und nach außen eine immer verwaschenere und unscharfe Farbgebung erzielt habe. Das klingt aufwendiger, als es ist, weil man schon nach wenigen Flecken eine Übung erreicht, mit der diese Arbeit problemlos und schnell von sich geht.

Vielleicht stellt sich jetzt aber jemand die Frage, warum ich nicht einfach die vorhandenen Flecken verwendet habe? ?(
Ganz einfach: die Qualität war selbst mit Nachdunkeln und Umfärben einfach zu schlecht! Bitte denkt daran, daß wir hier den klassischen Fall haben, daß ein Bitmap-Bild auf die notwendige Größe skaliert bzw. in diesem Fall vergrößert wurde. Und das ist fast immer mit einem Qualitätsverlust verbunden ...

Um beim Sprühen eine bessere optische Kontrolle zu bekommen habe ich vorher die Ebene mit der Tragfläche in ihrer Deckkraft reduziert. Auf diese Weise sieht man zwar noch den Umriss der Flecken gut, kann aber das Sprühergebnis ebenfalls schon sehr gut kontrollieren:
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Donnerstag, 24. August 2006, 08:34

Auf diese Weise habe ich zunächst den Flügel "nachgesprüht" und dann einige Flecken kopiert und rotiert, um damit insgesamt eine Rechteckfläche zu erhalten. Zuletzt wurde eine weitere RLM-75-Ebene eingefügt und mit einer Rechteckfläche in der passenden Farbe versehen:
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Donnerstag, 24. August 2006, 08:35

Und damit erhalten wir ein universell einsetzbares Tarnmuster:
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Samstag, 26. August 2006, 15:35

Und mit dieser Tarnung wollen wir jetzt unser Segment "einfärben". Um Euch zeigen zu können, wie ich die Übergänge zwischen zwei Segmenten realisiert habe, habe ich einfach mal ein zweites mit eingefügt; das geschah natürlich ebenfalls in der beschriebenen Weise.

Wie kriege ich nun die Tarnfarbe, die wir in einer eigenen Gimp-Seite entwickelt haben, auf unsere Bauteilseite drauf? Ganz einfach: Drag and drop - Also einfach die "Flecken"-Ebene mit der Maus packen, auf die Bauteilseite ziehen und dort fallen lassen:
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Samstag, 26. August 2006, 15:36

So, und jetzt geht es an das Verteilen der Flecken: Hier handelt es sich um zwei Cockpit-Segmente, d. h. die Naht ist oben. Wie Ihr der Seitenansicht des Triebflügels entnehmen könnt, sind die Flecken ziemlich genau auf der oberen Rumpfhälfte angeordnet. Da unser Segment bei der Konstruktion in aus einem angenäherten Kreis mit 64 Ecken realisiert wurde, besteht also ein Viertel des Segments aus 16 Hilfslinien. Und jetzt können wir die Bereiche festlegen, in denen die Flecken verteilt werden müssen:
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Samstag, 26. August 2006, 15:38

Im nächsten Schritt verteilen wir jetzt die Flecken erst im Groben durch ein Verschieben der Flecktarnung-Vorlage ...
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Samstag, 26. August 2006, 15:41

... und dann kopieren wir den für uns relevanten Teil von der Ebene "Flecktarnung" auf die Ebene "RLM-76":
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476

Samstag, 26. August 2006, 15:43

Dann verschieben wir die noch nicht positionierten Flecken auf das zweite Segment, und dazu können wir uns mal ein neues Selektionswerkzeug ansehen: Die "Freihand"-Selektion. Mit ihr ist es möglich, den Selektionspfad mit der Maus bei gedrücktem LMB frei zu ziehen, was allerding gelegentlich ein ruhiges Händchen erfordert. Aber das sollte im Modellbau ja eh vorhanden sein :)

Beim Loslassen der Maustaste wird automatisch der erreichte Endpunkt mit dem Anfangspunkt über eine gerade Linie verbunden.
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477

Samstag, 26. August 2006, 15:44

Und diesen markierten Bereich schieben wir jetzt in Position. Laßt dabe ein bißchen Platz, denn wir müssen noch Teile der Flecken des oberen auf das untere Segment verschieben:
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478

Samstag, 26. August 2006, 15:45

Jetzt noch ein bißchen Ausmisten und kleiner Flecken anders anordnen ...
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Samstag, 26. August 2006, 15:47

... bevor wir uns einem etwas schwierigeren Thema zuwenden: Wie zerlegen wir jetzt die Flecken, die auf zwei Segmenten verteilt sind?

Nun, eine naheliegende Antwort haben wir ja schon: das "Freihand"-Selektionswerkzeug. Aber wie bereits gesagt, dabei braucht man eine ruhige Hand! Ein sehr ruhige Hand, um genau zu sein. Und das ist in diesem Fall nicht optimal.

Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit: Die Selektion von Pixelflächen aufgrund eines erstellten Pfads. Und das geht so: Nach Auswahl des Hauptmenüs "Pfade erstellen und bearbeiten" kann man durch Anklicken des LMB Stützpunkte setzen. Diese führen wir (in starker Vergrößerung) am besten entlang der durch die Hilfslinen markierten Eckpunkte des Segments, etwa so:
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480

Samstag, 26. August 2006, 15:55

Anschließend können wir die Fläche mit ein paar weitern Stützpunkten ergänzen und der Tastenkombination Shift-v den Pfad schließen:
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