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  • »xxgrisu112xx« ist männlich
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1

Freitag, 19. Dezember 2008, 01:24

Benötige Hilfe bei Masten und Beibooten

Hallo zusammen,

Bei meinem Bau der Ditmar Koel bin ich wieder mal bei meinen Problembauteilen angekommen. Es handelt sich hierbei um die Masten und um die Beiboote.

Zunächst zu den Masten. Ich bekomme das Papier einfach nicht ordendlich gerollt. Meine Versuche es mit Rundmaterial und Moosgummiplatte zu versuchen sind kläglich gescheitert.

Dann zu den Beibooten. Ich habe bereits ein Beiboot gebaut und dabei große Schwierigkeiten gehabt die Bordwände anzubringen. Das Ergebnis ist eher "suboptimal". Sowas darf man nicht als Rettungsboot bezeichnen - sondern " Rette sich vor dem Boot"- nein, im Ernst es sieht fürchterlich wellig aus!!! ;(

Vieleicht sind auch meine Finger zu groß oder das Papier zu klein X(

Jetzt habe ich die Frage an euch:

Wie geht ihr beim Bau der Beiboote oder den Masten vor? Wo sind die Knackpunkte die über gutes Gelingen oder über den Papierkorb entscheiden? Welche Werkzeuge setzt ihr wie ein? Wie wirds "Mastig" und wie wirds "Beibootig"? :rolleyes:

Ich bin gespannt wie ihr das macht.

Gruß Steffen
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Michael Urban

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2

Freitag, 19. Dezember 2008, 08:30

Zum Thema Masten - schau mal bei Wilfrieds Probebaubericht der Santa Inés vorbei. Dort hat er ein wundervolles Mini-Wie geht's zu genau diesem Thema geschrieben. Du brauchst nichts ausser einem Bauteil, etwas Wasser und ein wenig Übung im Zigaretten-Rollen

Viele Grüsse
Michael

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3

Freitag, 19. Dezember 2008, 10:12

Danke Michael,

Wilfrieds Baubericht hilft mir sicher weiter. Das mit dem " Zigaretten drehen" werd ich gleich mal ausprobieren obwohl ich Nichtraucher bin. :] Die Anleitung dazu ist ja schon mal Klasse.

Bis demnächst
Steffen
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modellschiff

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Freitag, 19. Dezember 2008, 10:50

Hallo xxusw.,
ich runde die Masten über Drähte verschiedenster Durchmesser. Stahldrähte gibt es ab etwa 0.3mm im Baubeschlägegeschäft. Bei ganz dünnen Masten, bei denen der Karton schon fast zu dick ist, löse ich vorsichtig die Druckschicht von Karton und klebe diese um dem Draht.
Zum formen der Bootskörper benutze ich einen alten Füller, der hinten eine eierförmige Kappe hat. So waren früher die meisten Füller. Damit kann ich dann auch dem Handballen der linken Hand die Bordwand formen.


Mit freundlichen Grüßen

modellschiff

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Werner

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Freitag, 19. Dezember 2008, 12:00

RE: Benötige Hilfe bei Masten und Beibooten

Hallo Steffen,
das mit den Masten runden mache ich genauso wie meine Vorredner...immer schön um Stahldraht wickeln.
Ich hatte dieser Tage einen Bastler aus Sinsheim bei mir und habe es ihm auch zeigen können.Er baut gerade die Ditmar Koel und hatte damit seine Schwierigkeiten.
Wichtig ist dabei - man besorgt sich Stahldraht von ca 0,5-1,5 mm die passen bei den dünnen Masten immer.Und natürlich sie bleiben innen drin zur Stabilisation.
Da du ja in badisch Sibiren wohnst, lade ich dich auch gerne nach Mannheim ein---entweder zu den Modellbautagen Sa.,So.,Di 27.,28,30. Dezember im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim oder zu unseren 4 maligen Treffen 2009 ebenda(Termin siehe Ankündigungen)
Gruß Werner

norei

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Freitag, 19. Dezember 2008, 13:40

Hallo Steffen,

ich bin als Neueinsteiger mit noch wenig Bauerfahrung nach fast 50 Jahren Pause sicher nicht der Richtige, um Dir profunde Ratschläge zu Deinen Fragen zu geben. Zudem hatte ich in meiner Jugend noch keine Masten gebaut und somit erst jetzt insoweit die ersten Erfahrungen sammeln können.

Was die Beiboote angeht, kann ich mir Dein Problem nicht so recht vorstellen. Deshalb erst 'mal zu den Masten: beim Bau der zwei Masten des Lightship Ambrose in 1:250, deren einen Du unten siehst, bin ich wie folgt vorgegangen:
- ich habe dem Karton zunächst an einer Längskante beginnend Stück für Stück über die ganze Länge mittels einer (steifen) Nadel und Druck auf den Finger bzw. Handballen eine gleichmäßige enge Rundung verpasst
- das habe ich dann daneben wieder Stück für Stück wiederholt, bis die ganze Kartonbreite (ca. 5mm) auf der ganzen Länge gerollt war
- nun habe ich einen Zahnstocher so abgeschliffen (Geduldsarbeit), dass er nicht nur genau rund blieb, sondern vom Durchmesser her auf der ganzen Länge minimal weniger (max. 1/10) als das Innenmaß des (hypothetisch) optimal gerollten Kartonröhrchens dick war (lässt sich errechnen und ausprobieren)
- den Zahnstocher habe ich dann in das Kartonröhrchen geschoben und das Ganze kurz vor dem einen Mastende zweimal mit mittlerer Nähseide (80er) umschlungen, so dass sich das Kartonröhrchen unter dem Fadenzug leicht schließt (Faden dann verknoten); wenn man genau gearbeitet hat, bleibt keine Lücke an der Naht, und der Karton sitzt jetzt auch perfekt auf dem Zahnstocher
- nun habe ich – beginnend am Mastende außerhalb der Umschlingung des Fadens – Stück für Stück verdünnten Weißleim auf die Kartonnaht aufgetragen; wenn der Leim hinreichend abgebunden war (Bruchteile einer Minute), habe ich die Fadenumschlingung ein Stückchen weiter geschoben und den Bereich zwischen der neuen Position und der bereits erfolgten Verklebung geleimt …

Viel Erfolg beim Nachmachen

Gruß Norbert
»norei« hat folgendes Bild angehängt:
  • Ambrose Mast.jpg

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7

Freitag, 19. Dezember 2008, 15:11

Zitat

Original von norei
Hallo Steffen,

ich bin als Neueinsteiger mit noch wenig Bauerfahrung nach fast 50 Jahren Pause sicher nicht der Richtige, um Dir profunde Ratschläge zu Deinen Fragen zu geben. Zudem hatte ich in meiner Jugend noch keine Masten gebaut und somit erst jetzt insoweit die ersten Erfahrungen sammeln können.

Was die Beiboote angeht, kann ich mir Dein Problem nicht so recht vorstellen. Deshalb erst ‚mal zu den Masten: beim Bau der zwei Masten des Lightship Ambrose in 1:250, deren einen Du unten siehst, bin ich wie folgt vorgegangen:
- ich habe dem Karton zunächst an einer Längskante beginnend Stück für Stück über die ganze Länge mittels einer (steifen) Nadel und Druck auf den Finger bzw. Handballen eine gleichmäßige enge Rundung verpasst
- das habe ich dann daneben wieder Stück für Stück wiederholt, bis die ganze Kartonbreite (ca. 5mm) auf der ganzen Länge gerollt war
- nun habe ich einen Zahnstocher so abgeschliffen (Geduldsarbeit), dass er nicht nur genau rund blieb, sondern vom Durchmesser her auf der ganzen Länge minimal weniger (max. 1/10) als das Innenmaß des (hypothetisch) optimal gerollten Kartonröhrchens dick war (lässt sich errechnen und ausprobieren)
- den Zahnstocher habe ich dann in das Kartonröhrchen geschoben und lurz vor dem einen Mastende zweimal mit mittlerer Nähseide (80er) umschlungen, so dass sich das Kartonröhrchen unter dem Fadenzug leicht schließt (Faden dann verknoten); wenn man genau gearbeitet hat, bleibt keine Lücke an der Naht, und der Karton sitzt jetzt auch perfekt auf dem Zahnstocher
- nun habe ich – beginnend am Mastende außerhalb der Umschlingung des Fadens – Stück für Stück verdünnten Weißleim auf die Kartonnaht aufgetragen; wenn der Leim hinreichend abgebunden war (Bruchteile einer Minute), habe ich die Fadenumschlingung ein Stückchen weiter geschoben und den Bereich zwischen der neuen Position und der bereits erfolgten Verklebung geleimt …

Viel Erfolg beim Nachmachen

Gruß Norbert


Geniale Idee...........das probier ich auch aus.

Gruß

Michael

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Samstag, 20. Dezember 2008, 02:38

Hallo alle beisammen,

erst mal bin ich platt das Ihr mir so zahlreich unter die Arme greifen wollt und bin froh und dankbar für jeden Tipp. Die Variante die Masten aus Holz zu machen hatte ich mir bereits überlegt, werde aber auf jeden Fall vorher versuchen die Masten nach eueren Anleitungen zu produzieren.

Das mit den Laschen an den Beibooten hat mich auch gestört, hab Sie aber so wie sie waren angebracht. Durch das gefummel hat sich dann wohl die wellige Bordwand ergeben. Beim nächsten probier ich es aus indem ich die Laschen weg lass. Den eingschnittenen Keil werde ich mit Seidenpapier hinterlegen.

Ich besorge mir später den Stahldraht und dann geht´s - da jetzt Urlaub angesagt ist - bautechnisch richtig los. (Angefangene Modelle fertigmachen usw.)

Danke Michael Urban, modellschiff, Werner, norei, Michael Diekmann,Mainpirat und Klueni für eure wertvollen Tipps!!! =D>

PS: Werner, Danke für die Einladung nach Mannheim. Leider weis ich nicht ob ich vorbeischauen kann, würde mich aber freuen wenn es klappt. Das Treffen ist jedenfalls verlockend nahe :D . Wenn es klappen sollte, kann man dann einfach vorbeikommen?

Gruß Steffen
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Samstag, 20. Dezember 2008, 15:52

Hallo beisammen,

Ich habe mir Draht besorgt. 0.5mm und 1,0mm. Der Draht war nicht ganz billlig, hat sich aber bewährt. Das Papier lies sich gut formen. Da der Mast sich nach oben verjüngt konnte ich die Variante, den Mast mit einem Faden zu umwickeln, nicht durchgehend anwenden (Ist aber supergenial - ungefähr so wie wenn man einen Rollbraten zusammenbindet damit er nicht im Topf wieder auseinanderfällt) Bei geraden Röhren bestimmt gut verwendbar - Danke norei. Den Rest habe ich von Hand Stück für Stück mit Weisleim geklebt. Er schaut jetzt leider bei nahem Betrachten etwas abgegriffen aus, aber insgesamt bin ich mit meinem ersten Papiermast zufrieden. Ich hab mal ein paar Bilder der Ditmar Koel angefügt um euch den aktuellen Bauzustand und mein "Rettungsboot"zu zeigen. Der Versuch mit dem Boot kommt demnächst ... ich halt euch auf dem laufenden.

Danke und Tschüss

Steffen
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Samstag, 20. Dezember 2008, 16:05

Noch ein paar Bilder
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Werner

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Samstag, 20. Dezember 2008, 17:11

Hallo Steffen,
das was du da ablieferst ist schon ganz toll und ich freue mich dass die Leute im Forum dir genügend Infos gegeben haben.
Nach Mannheim kannst du unangemeldet jederzeit kommen.Wir freuen uns auf jeden Kartonbauspezi...
...ich komme gerade von der Eröffnung der Modelleisenbahnanlage im Landesmuseum und hatte noch ein bißchen "smalltalk" mit den SWR3 Leuten..
Falls du zwischen den Jahren nicht kommen kanns,stehen dir die Samstagstermine im Februar,September und November offen.
Gruß Werner

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  • »Hans-Joachim Möllenberg« ist männlich

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Sonntag, 21. Dezember 2008, 00:03

Moin Steffen,
sieht gut aus dein Werk, auch die Heckpartie hast du gut hinbekommen =D> =D> - ist ja immer etwas kniffelig... :)

Gruß von der Ostsee
HaJo

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Sonntag, 21. Dezember 2008, 00:27

Danke für das Lob Hans Joachim.

Hab jetzt beide Masten fertig. Der 2te ist wesentlich besser wobei ich die Nahtstellen jeweils noch mit Dürerstiften übermalen werde.

Bin jetzt im Papierkrieg mit den Rettungsbooten. Ich gehs aber langsam an und lass alles gut durchtrocknen.

Gruß Steffen
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