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Jochen Haut

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Samstag, 3. Juni 2017, 22:31

Bögen vom Lehrmittelinstitut

Moin aus Flensburg,
ich weiß, dass ich bescheuert bin, bzw. eine Meise habe, aber so ist das nun mal eben. Als Mann ist man ja immer Jäger und Sammler und so bin ich an alten WHV-Bögen interessiert, möglichst vom Lehrmittelinstitut. Letztens fand ich auf dem bekannten Auktionsportal ein Angebot aus Großbritannien über sieben LI und ein Jade-Bogen. Ich habe den Zuschlag bekommen und 120€ bezahlt. Neu von Möwe hätte ich übrigens das doppelte Geld bezahlt. Die Bögen sind in gutem Zustand und ein Zwischenschritt zwischen den A2-Versionen und den heutigen A3-Bögen anzusehen. Sie enthalten zwar die verbesserten Zusatzteile, die damals auch als Zusatzausrüstung auf vier Bögen erhältlich waren und es auch heute noch sind. Jedoch sind die Decksplanken noch breit gezeichnet, auch bei der Bismarck, was in der Auflistung aller WHV-Bögen im ersten Heft der Geschichte der Modellbaubögen nicht aufgelistet ist. Dort steht geschrieben, dass bei der Umarbeitung auch die Decksplanken enger gezeichnet wurden. Bei den vier anderen KM-Bögen ist es richtig aufgeführt, dass diese Korrektur erst im Jade-Verlag erfolgte.
Gruß aus Flensburg
Jochen
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Shipbuilder (03.06.2017)

Helmut B.

Hennings Dino

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Samstag, 3. Juni 2017, 23:10

Ich sehe da keine Meise, Jochen. :)

Die Bögen sind grafisch überwiegend ein Genuss, und jedenfalls sind sie ein schönes Stück Kulturgeschichte.
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



Im Bau: CAP SAN DIEGO (roko)

Joachim Frerichs

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Sonntag, 4. Juni 2017, 04:23

Ahoi Jochen,

so viel Freude für so wenig Geld, genieße Deine neuen alten Bögen ^^

P.S. Ich hätte sie auch gekauft, wenn ich sie gesehen hätte :D

Gruß
Jo
Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

Werner

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Sonntag, 4. Juni 2017, 10:06

Hallo Jochen

eine Anmerkung zum Heft 1 des AGK: Diese Tabelle dort ist eine Vorveröffentlichung vorangetrieben durch Dr. Stölting zusammen mit dem AGK. Die eigentliche Tabelle wurde erstellt von Klaus Hildebrand zusammen mit Jürgen Quetting und die wurde leider in der Endfassung nicht mehr an den AGK geliefert. Dort sind sehr wohl die detaillierten einzelnen Auflagen der LI- Jade -Möwe Bogen aufgelistet mit den unterschiedlichen Ausführungen. So hat z.B. Gerhardt Neubert einige A3 Modelle in A4 gezeichnet und drucken lassen, sodass man sie auch auf Kreuzfahrschiffen als A4 verkaufen konnte.
Also Vorsicht mit der Tabelle in Heft 1 ^^

Gruß Werner

Jochen Haut

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Sonntag, 4. Juni 2017, 16:29

Moin Helmut und Jo - eure Kommentare sind Seelenbalsam.
Werner, Dein Beitrag hellt doch einiges auf - danke.
Ein interessantes Detail habe ich vergessen. Bei der Bismarck lag ein Beipackzettel, der zeigt, dass das LI in Großbritannien Fuß fassen wollte.
Gruß
Jochen
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Konpass

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Sonntag, 4. Juni 2017, 18:21

Jochen, du bist nicht allein ! Bei dem Treffen in Bremerhaven habe ich den vollständigen Satz der 16 Schnellbaubögen ergattert.

Gruß nach Flensburg
Henning

Jochen Haut

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Montag, 5. Juni 2017, 10:26

Moin Henning,
das beruhigt. Von der Serie habe ich zwölf LI-Drucke. Zum Thema Druck noch eine Anmerkung. Ich habe in einem anderen Konvolut auch die A3-Version der TS Bremen ersteigert, die erst vor kurzer Zeit vom Möwe-Verlag von A2 noch A3 verkleinert wurde. Eine totale Katastrophe. Das Schwarz der Bordwände hat einen Grünstich, die schmalen Decksplanken verschwimmen, ...
Gruß
Jochen

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Montag, 5. Juni 2017, 15:49

Hallo Jochen,

in Nordenham gibt es den Bastler-Shop in der Viktoriastraße 6 - die hatten zumindest noch vor zwei Jahren ein beeindruckendes Sortiment älterer Bögen (und wahrscheinlich wird sich daran nicht viel geändert haben, weil in der Gegewnd wohl wenig Kundschaft für so etwas wohnt).

Gruß, Ulrich

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Donnerstag, 8. Juni 2017, 14:37

Hallo Jochen,

ich gratuliere Dir für die ersteigerten Originalbögen aus dem Lehrmittelinstut, die wohl alle aus der Zeit um 1965-1967 stammen müssen. Sie sind ihren Preis wert :cool: .

Als Mitautor des AGK-Heftes Nr.1 freue ich mich natürlich darüber, dass die Texte und die Forschungsergebnisse von Jürgen Quetting (verstorben 2010) und mir immer noch gewürdigt werden und dass das AGK-Heft Nr.1 noch gelesen wird .

Jochen, du hast Recht, die Decksplanken der Bismarck sind erst im "neuen Jade-Verlag" im Laufe des Nachdrucks (ab 1968) schmaler gezeichnet worden.
Ich erinnere mich noch genau, dass mir mein Vater 1967 den Bogen der Bismarck zum Geburtstag geschenkt hatte. Der Bogen kostete 10 DM, er bestand nun aus 12 A3-Bogen anstelle der 5 A2-Bogen, die Deckbeplankung war noch die alte und zu breit (die Breite einer Planke entsprach 50 cm in der Wirklichkeit). In einem Gespräch mit Gerhardt Neubert in den 1990er Jahren hatte er mir dies sogar als ein großes Manko beschrieben.
In die Zeit des Sommers 1967 fiel jedoch auch der Konkurs des Lehrmittelinstituts mit den einschneidenden Folgen für den Konstrukteur Gerhardt Neubert (siehe AGK Heft1, Seite 18). Erst einige Zeit später sind dann für einen kurzen Zeitraum die weiteren Überarbeitungen für den Jade-Verlag durch G.N. erfolgt. Meines Wissens nach für alle größerem KM-Einheiten, außer dem Bogen Hipper/Blücher.


Danke Dir Werner für deinen freundlichen Einschub.
Jürgen Quetting und ich hatten von 2000 an häufig an den Fehlern in der Tabelle gearbeitet und neue Erkenntnisse gesammelt. Wir beide hatten aber innerhalb der Freunde der Wilhelmshavener Modellbaubogen nicht das Bedürfnis verspürt, dass eine Überarbeitung (nur in kleinsten Teilen und Fehlern) notwendig gewesen wäre.

Viele Grüße

Klaus

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Jochen Haut

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Donnerstag, 8. Juni 2017, 15:37

Moin Klaus,
schönen Dank für Deine Ergänzung. Du hast recht, dass der Bogen Hipper/Blücher der letzte mit breiten Decksplanken war. Das ist erst vor wenigen Jahren im Möwe-Verlag erfolgt, leider aber nicht mehr im Offsetdruck. Schade, dass die Liste nicht mehr fortgeschrieben wurde. Ich hätte großes Interesse daran, da ich die veröffentlichte gerne nutze. Vielleicht klappt es ja doch noch mal. Zur Person von Jürgen Quetting bleibt nur noch anzumerken, dass die Hoffnung auf die Ausstellung und Pflege seiner Sammlung hier im Flensburger Schifffahrtsmuseum doch noch möglich wird.
Schöne Grüße aus Flensburg
Jochen

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