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modellschiff

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Dienstag, 5. August 2008, 09:35

Aufzug bei Graf Zeppelin

Hallo Kartonfreunde,

beim Bau der Graf Zeppelin kam mir die Frage: Wie waren die Flugzeugfahrstühle konstruiert? Waren es Teleskopfahrstühle, ging es mit Seilführungen oder mit Spindeln . Vielleicht ist jemand auf diesem Gebiet kundig und kann etwas darüber sagen.

Mit freundlichen Grüßen

modellschiff

Piet

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Dienstag, 5. August 2008, 10:24

RE: Aufzug bei Graf Zeppelin

Moin Moin!

Es gibt ein Buch über die Graf Zeppelin im Köhler-Verlag (von Ulrich H.J. Israel)
und noch eins vom Schiffer-Verlag (von Siegfried Breyer) - gibt's auch bei moduni.

Da müsste eigentlich genug drin stehen.

Piet

Werner

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Dienstag, 5. August 2008, 14:33

RE: Aufzug bei Graf Zeppelin

Hallo Modellschiff,
deine Frage kann ganz klar beantwortet werden und zwar im Buch:
von Wilhelm Hadeler - Wehrwissentschaftliche Berichte- Band 5-
Der Flugzeugträger erschienen im Lehmann Verlag München Seit 88 ff.
Dort steht u.a. ....

Zitat

Eine technische Aufgabe besonderer Art stellen die Flugzeugaufzüge dar.Handelt es sich bei ihnen doch um Plattformen von 13m Länge und 14 m Breite in der Form eines zu Mitte Deck symetrischen unregelmäßigen Achtecks, die zwischen dem unteren Hallendeck und dem Flugdeck, also über 11m Höhe verfahren werden mußten wobei Gewichte von bis zu 5t (später 20% mehr) zu heben oder zu senken waren..........eine Besonderheit bestand darin,dass die Auzugsplattform im Ruhezustand einen Teil des Fludecks bildete,in das sie ebenso wie in die Hallendecks mit 0,5 cm Genauigkeit eingefahren werden mußte,..............Die Hubgeschwindigkeit betrug 0,7 m/s..........die beauftragte Aufzugsfirma Flohr im Norden Berlins baute eine naturgroße Testanlage........während der hier gewählte Antrieb rein elektrisch war, benutzen die britischen Träger hydraulische Kolben,die auf Rollensystemen wirkten,welche in der Art von Flaschenzügen arbeiteten.

Dies waren nur Auszüge aus 3 Seiten "Aufzugserklärung"
Es sei noch angemerkt, dass der Flugzeugträgerbau im Gegensatz zu den Briten,Amerikanern und Japanern im Reichsdeutschland völliges Neuland war. Deshalb brachte ein Stab Ingenieure ,Techniker und technischen Militärpersonal 1935 in der sogenannten "Japan-Kommission" dort Daten der AKAGI in etwa 100 Blaupausen mit.
Soweit die Aufzugsarie........für nähere Infos bitte die Literatur studieren. :rolleyes:
Gruß Werner

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Werner« (5. August 2008, 14:37)


MichiK

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Dienstag, 5. August 2008, 22:47

Also, so eindeutig ist das was Du zitiert hast aber noch nicht, Werner!

Nun, ich habe ja den Israel hier herum liegen, dann zitiere ich auch mal von Seite 103:

Zitat

Die Windenwerke der Aufzüge wurden durch E-Motoren angetrieben, die eine Hubgeschwindigkeit von 0,7 m/s gestatteten.
[...]
Die drei Aufzugsmaschinen standen auf dem Panzerdeck an Steuerbordseite
Die erforderlichen Führungsschienen der Aufzugplattformen und die Aufhängeböcke für die Trageketten und Gegengewichte wurden an den Hallenlängsschotten eingebaut


Demnach hingen die Aufzüge wohl an Ketten. Zeichnungen zu den Aufzügen finden sich leider keine in dem Buch.

Viele Grüße!
Michi
ROMANES EVNT DOMVS !

Werner

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Dienstag, 5. August 2008, 23:48

Hallo Michi,
sorry ein Israel habe ich leider nicht und auf Seite 103 ist in meiner Schwarte der Studienentwurf der Umbau der T.S. Potsdam zum Flugzeugträger abgebildet.

Vielleicht reden wir von verschiedenen Publikationen.Zur Klarstellung: ich bin halt nur Jäger und Sammler und habe dieses Buch mal von der Firma KKK in Frankenthal geschenkt bekommen als ich deren Rechner im sogenannten Torpedobau reparierte.

Aber du hast insofern Recht,dass keine Zeichnungen vorhanden sind sondern nur drei Seiten Text.Möglich das die Firma Flohr-Otis noch was besitzt...aber das ist schon Recherche der Extraklasse(cfm und Pongratz lassen Grüßen)
Werner

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