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DimMyPrp

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1

Donnerstag, 8. März 2012, 01:56

Aquarellstifte (Albrecht Dürer) | Wie verwenden?

Habe mir im vorauseilenden Gehorsam einen kleinen Satz Albrecht Dürer Künstleraquarellstifte zum Kanten färben gekauft.
Jetzt habe ich das Problem - wie verwendet man die Dinger eigentlich bzw. am effektivsten?

Mir ist natürlich klar, dass man:
  • Kanten damit trocken bemalen kann
  • die Stifte nass machen kann
  • die Farbe von den Stiften abkratzen, mit Wasser aufweichen, gegebenenfalls mischen und mit Pinsel auftragen kann
Ich habe das Problem:
  • dass ich mit den Stiften nicht in kleine Kanten und Ecke komme
  • im trockenen Zustand mehr aufdrücken muss > Kanten werden gestaucht
  • im feuchten Zustand die Farbe auch nicht (wesentlich) besser in kleine Ecken fließt
Ergo muss ich nun meistens die Farbe von den Stiften kratzen, mit Wasser aufweichen und Pinsel auftragen.
Hab zum Vergleich mal einige Kanten mit einem 0815-Wassermalkasten und gleich mit Pinsel gefärbt (da muss ich vorher die Farbe nicht erst von den Stiften kratzen).
Das Arbeiten mit Wassermalkasten fand ichwesentlich angenehmer und effektiver.

Daher: Mache ich 1. im Umgang mit den Aquarellstiften etwas falsch und 2. wenn Wassermalfarben im Handling wirklich einfacher sind, warum arbeiten dann so gefühlt wenige von Euch damit?

Danke.

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2

Donnerstag, 8. März 2012, 07:24

Hallo,

Wassermalfarben und Karton / Papier da prallen erst mal 2 Welten aufeinander. Zum Kantenfärben mag es ja noch gehen, aber bei größeren Flächen wird der Karton wellig. Da sind schon Actylfarben grenzwertig. Aber probieren geht halt vor studieren. Wenn du mit Wassermalfarbe klar kommst ist doch in Ordnung.

Gruß Schlickrutscher
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3

Donnerstag, 8. März 2012, 07:35

Hallo

Das hat doch Peter (Pitje) letzthin sehr gut und bebildert beschrieben. Guckst Du hier , Beitrag Nr. 9

Lg
Peter (ein anderer)

Wiesel

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4

Donnerstag, 8. März 2012, 08:25

Eigentlich stellt Kantenfärben mit Aquarellfarben kein Problem dar, wenn man mit einem angefeuchteten Pinsel die Farbe direkt vom Stift abnimmt und aufträgt.

Wenn Du nicht in die Ecken kommst, solltest Du einen kleineren Pinsel verwenden.
Es spricht aber nichts dagegegn, mit ganz stinknormalen Wasserfarben zu arbeiten. Mit etwas Übung im Anmischen gelingt (fast immer) jede Farbe.
Bei fast allen meinen Modellen habe ich die Kanten mit Wasserfarben aus einem Schulmalkasten, den ich bei Aldi gekauft habe, gefärbt.

(Teure Segelbekleidung macht noch keinen guten Segler... ;) )
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



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Pitje

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5

Donnerstag, 8. März 2012, 08:54

Kantenfärben

Guten Morgen,

der Übersichtlichkeit halber erkläre ich es gleich hier nochmal kurz.
Ich benutze Faber Castell Aquarellfarbstifte der Marke Albrecht Dürer.



Dazu feuchte ich einen Pinsel in der notwendigen Dicke mit Wasser an, greife damit Farbe von der Stiftspitze ab und mixe mir in einem altem Blechdeckel den Farbton, oder Farbdicke zurecht, die ich brauche. Mit dem Pinsel dann einfach auf die Kante auftragen - fertig.




Es gibt auch entsprechende Tuschestifte von Faber Castell, Marke PITT "shades of grey", die ich für Kantenfärbungen in grau verwende. Da kann man direkt loslegen, ohne mit Pinsel und Wasser hantieren zu müssen. Sind natürlich pro Stück doch etwas teurer, als die Aquarellstifte.



Viel Spaß beim Kantenfärben. :)

Viele Grüße
Peter

P.S.
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nein, man sieht aber damit verdammt gut aus... :D :D
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Wiesel

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6

Donnerstag, 8. März 2012, 09:55

...Ich habe das Problem:
dass ich mit den Stiften nicht in kleine Kanten und Ecke komme...



Mir kommt da gerade noch ein Gedanke:

Du färbst die Kanten doch wohl (richtigerweise) vor dem Einbau der Teile, oder?
Bis die Tage...

Helmut

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DimMyPrp

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7

Donnerstag, 8. März 2012, 10:24

[...] Dazu feuchte ich einen Pinsel in der notwendigen Dicke mit Wasser an, greife damit Farbe von der Stiftspitze ab und mixe mir in einem altem Blechdeckel den Farbton, oder Farbdicke zurecht, die ich brauche. Mit dem Pinsel dann einfach auf die Kante auftragen - fertig.
Danke @Peter_H, Wiesel , Pitje. Hab zwar schon im Forum gesucht, das aber nicht gefunden.
Das klingt doch schon wesentlich praktikabler als meine Abkratz-Methode.
Manchmal ist die Lösung so einfach, dass es weh tut - Brett-vom-Kopf-wegfall :pinch:

Pitje

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8

Donnerstag, 8. März 2012, 11:02

klaro, unter anderem ist dieses Forum auch deshalb so wertvoll - hier bekommst Du auf alle Kartonbaufragen gleich eine entsprechende Lösung.
Es gilt eben das Sesamstraßenprinzip... ;)

LG und happy kantenfärbing
Peter
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DimMyPrp

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Donnerstag, 8. März 2012, 12:42

Mir kommt da gerade noch ein Gedanke:
Du färbst die Kanten doch wohl (richtigerweise) vor dem Einbau der Teile, oder?

Natürlich färbe ich die Kanten vor dem einbauen bzw. zusammenkleben.
Bei Miniteilen versuche ich "Buntes" Kleben - muss das aber noch ein wenig üben...


Wassermalfarben und Karton / Papier da prallen erst mal 2 Welten aufeinander. Zum Kantenfärben mag es ja noch gehen, aber bei größeren Flächen wird der Karton wellig.

Das bringt mich zu einer weiteren Gewissensfrage in Sachen "Papiermodellbauerehre":
Soweit ich mich eingelesen habe, gibt es das ungeschriebenes Gesetz, dass Papiermodelle soweit möglich aus Papier sein sollten. Andere Materialien sind zumindest verpönt und werden soweit möglich gemieden (vergl. Ätzteil-Diskussionen).

Aber wie sieht es eigentlich mit dem ganzflächigen bemalen/lackieren von Bauteilen aus?

Beispiel:
Bei dem kleinen Teil (Bild 1) war das Kantenmalen schwierig und "Buntes" Kleben hat auch nicht geklappt. Auch ist das Teil vergleichsweise unsauber :whistling: geworden.
Da das Teil ohnehin einfarbig ist, habe ich es daher zum Schlusshin komplett mit Farbe übermalt (Bild 2).

Ist das "erlaubt" oder eine "Mogel-Technik"? Gibt es da einen Konsens?
Natürlich liegt es letztendlich bei jedem selbst, welche Werkzeuge, Materialien und Bautechniken er anwenden möchte - der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel.

Unabhängig davon merke ich - gerade als Anfänger - dass das komplette übermalen von Bauteilen zum unsauberen arbeiten führt.
"Unsauber geklebt, Blitzer oder Spalten im Bauteil, etc.? Egal! Einfach übermalen..." :whistling:
»DimMyPrp« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_5360.JPG
  • IMG_5362.JPG

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10

Donnerstag, 8. März 2012, 13:26

Karton / Papier ist für mich nur Mittel zum Zweck. Normalerweise würde ich Segelschiffe aus Holz bauen, da ich aber keinen separten Raum mit Werkstatt habe mußte ich notgedrungen auf Karton / Papier ausweichen. Das heißt für mich aber nicht, das ich ausschließlich dann dieses Material für ein Modell verwende. Ich baue die Modelle crossover je nach dem mit welchen Material ich das Bauteil besser herstellen kann.

So eng sehe ich dsa nicht und andere hier glaube ich auch nicht.



LG Schlickrutscher
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Donnerstag, 8. März 2012, 13:42

Hey

Eine simple Frage entwickelt sich zu einem mehr als nur interessanten Thread :thumbsup:

Erstmal danke für den Link zum "Bunten Kleben". Den habe ich doch bisher glatt übersehen. Super Idee, so einfach und effektvoll! Danke Helmut!

Was die Frage nach Karton/Papier und Fremdmateriale angeht, so kann ich Dir folgendes sagen:
Wir betreiben ein Hobby, wir tauschen uns hier aus, wir lernen von einander, jeder nimmt sich das raus, was ihm behagt und hilft. Jeder macht seine Erfahrungen, die sich nicht immer mit denjenigen der anderen decken. Die einen schwören auf Ätzteile, die anderen auf LC-Teile, die dritten stellen sich auf den Standpunkt "alles selber machen"
Jeder entwickelt seine Technik und seine Ideale.

Und so individuell soll es doch bleiben, oder?
Wenn Du Kleinstteile um Kanten zu kaschieren ganz einfärbst, dann tu das (mach ich übrigens auch :D )
Wenn jemand gar keine Farbe nutzt, soll er es tun, wenn jemand NUR Karton und Papier verwendet, nur zu!
Wenn andere Teile aus Plastikbausätzen zur Verfeinerung eines Kartonmodells nimmt, warum nicht?

Leben und leben lassen!
(Jaja, ich weiss, ich hab auch schon anders...)
Hauptsache, es macht jedem Spass, so wie er es macht!

In diesem Sinne schönen Tag
lg
Peter

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12

Donnerstag, 8. März 2012, 13:43

Ich baue die Modelle crossover je nach dem mit welchen Material ich das Bauteil besser herstellen kann.
Das sehe ich genauso.
Es ist letztendlich Ansichtssache, inwieweit man sich auf Karton beschränkt. Bspw. zur Verstärkung von Masten baue ich immer Holzstäbchen mit ein, um der Stabilität willen.
Mir ist auch keine Regel, oder Ehrenkodex bekannt, die/der das unterbindet. Und wenn doch, wäre es mir auch wurscht, solange ich damit leben kann, denn es schließlich mein Modell.

Was das komplette Bemalen oder Lackieren angeht würde ich auch sagen: solange das Ergebnis, das man sich selbst wünscht erreicht passt es doch. Deine eigene Zufriedenheit ist der Massstab, sonst nix. Entweder ich baue ein vergurktes Teil nochmal, oder ich optimiere so gut es geht - eben dann auch mit Farbe.


Einfach bauen, so gut man kann und Spaß haben, das ist mein Motto. :)

Hau rein

LG
Peter
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Mathias Nöring

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13

Donnerstag, 8. März 2012, 13:49

Einfach bauen, so gut man kann und Spaß haben, das ist mein Motto.


Genau danach baue ich auch! Danke Peter... :thumbup:

Jan Hascher

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14

Donnerstag, 8. März 2012, 15:27

Mir ist das dauernde Anmischen zu nervig. Ich mische mir die fürs Modell benötigten Farben mit Gouache-Farben an. Die kann eintrocknen lassen und dann wie einen Farbkasten verwenden.

Gruss
Jan

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