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Felix

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 13:28

9. KBW: Empire State Building, Schreiber, 1:400 u.a. [abgebrochen]

Modell: Empire State Building
Herausgeber: Schreiber-Bogen / AUE-Verlag
Bestellnummer: 644
Maßstab: 1:400
Kurzbeschreibung der Bauweise: siehe unten
Name des Teilnehmers: Felix Oppenhoff
Alter des Teilnehmers: gerade eben noch 18
„Einer acht’s,
ein andrer betracht’s,
der dritte verlacht’s,
was macht’s.“

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 13:38

Als Architektur-Fan lasse ich mich für den Wettbewerb natürlich in diesem Sektor nieder. Und da meine Vorliebe neben gotischen Kathedralen und Rokokokoko[SIZE=7]ko[/SIZE][SIZE=6]ko[/SIZE]-Schlösschen auch den Bauhaus- und Art-Déco-Bauten der Zwischenkriegszeit gilt, freut mich das diesjährige Wettbewerbsthema besonders.

Leider ist die Auswahl an Modellbogen zu diesem Gebiet eher ernüchternd, um nicht zu sagen erbärmlich. Besonders schade finde ich, dass ich (Entschuldigung für den Ausdruck) ums Verrecken kein brauchbares Modell des Chrysler Buildings finden konnte. Jaja, ich könnt’s ja selbst konstruieren, aber dafür fehlt mir die Zeit und, wie ich mich kenne, spätestens nach einem Monat auch die Lust.

Na gut, dann muss halt das deutlich höhere, nicht minder schöne und vielleicht etwas bekanntere Empire State Building herhalten.
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Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:15

Das Vorbild

Der Bau des Empire State Buildings an der 5th Avenue in New York City wurde noch vor dem Börsenkrach 1929 geplant und im Januar 1930 begonnen. Damit bildete es einen weiteren Kombattanten im Wettstreit zwischen Bank of Manhattan Company Building (40 Wall Street) und Chrysler Building – den es mit 381 gegenüber 283 resp. 319 m Höhe für sich entschied. Bemerkenswert ist die Wahl des Bauplatzes zwischen Lower und Midtown Manhattan, wodurch es nicht von anderen Wolkenkratzern umgeben ist und in der Skyline als einsamer Riese wirkt.

Das Empire State Building war für viele Jahre der letzte große Wolkenkratzer und wurde erst 1972 vom World Trade Center als weltweit höchstes Gebäude abgelöst.
Seine erste große Filmrolle hatte es 1933 in King Kong, es folgten viele weitere Filme mit dem bekannten Wolkenkratzer.

Das Gebäude besteht aus einem Stahlgerüst, welches mit Kalkstein und Granit verkleidet ist. Durch eine hervorragende Logistik konnte es in nur 18 Monaten fertiggestellt werden. Den Bauarbeitern wurde durch die Fotografien von Lewis Hine, die fast ebenso berühmt sind wie das Empire State Building selbst, ein ganz besonderes Denkmal gesetzt.
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Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:42

Das Modell

Der Modellbogen aus der Feder von Przemyslaw Tabernacki erschien 2006 bei Schreiber. Im Maßstab 1:400 erreicht das Modell eine imposante Höhe von 1,13 m. Als kleine Besonderheit lässt sich der Risalit der Hauptfassade entfernen, wodurch der Innenausbau des Foyers sichtbar wird.
Die Spitze wird mit Antenne dargestellt, mit der das Vorbild sogar auf 443 m kommt. Jedoch wurde sie erst nach dem zweiten Weltkrieg angebracht, weshalb ich sie gemäß der Wettbewerbsbedingungen weglassen werde. Mal ganz davon abgesehen, dass sie potthässlich ist und, wie ich finde, das Gesamtbild des Gebäudes stört.

Insgesamt wird das Modell vor allem eines: verdammt groß. Aber damit hat’s sich auch schon, denn außer seiner Größe bietet ein Wolkenkratzer wenig interessantes.
Deshalb werde ich versuchen, dem Modell ein I-Tüpfelchen aufzusetzen.
Spontan fällt mir dabei natürlich King Kong ein, wie er an der Spitze des Hochhauses hängt und von Flugzeugen beschossen wird.
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Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:46

Viel interessanter ist dagegen die Darstellung eines an der Turmspitze verankerten Luftschiffes, wie von den Planern des Gebäudes ursprünglich vorgesehen (auch wenn es aufgrund der Aufwinde kaum realisierbar ist und vermutlich nur ein PR-Gag war), wie auf dieser zeitgenössischen Montage zu sehen: http://www.flickr.com/photos/lazzo13/480…in/photostream/

Deshalb habe ich mir den Schreiber-Bogen des LZ-127 „Graf Zeppelin“ besorgt – nicht den großen 1:200er, sondern die maßstäblich passende Metallfolien-Version in 1:400.
Beide Bögen stammen vom Alten Meister Siegmund, und es scheint sich tatsächlich um die selbe Konstruktion zu handeln. Dies fällt besonders bei der Aufteilung der Hüllensektionen und der Abwicklung der Motorgondeln auf. Selbst die Texte mit Hintergrundinformationen sind identisch.
Der Schwierigkeitsgrad ist mit der höchsten Stufe angegeben – wohl wegen der schweren Verarbeitbarkeit der Folienteile. Ich bin gespannt …
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Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:51

Übrigens habe ich mir noch ein paar Exemplare des Postkarten-Modells von Matt Bergstrom in 1:4000 bestellt – zur Einstimmung und für zwischendurch.

Und falls ihr erwartet habt, am Anfang dieses Berichtes ein paar Bilder zu sehen … hmmm … nö :D .
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Mittwoch, 23. Februar 2011, 15:18

Das Empire is schon was elegantes.

Ich habe mich allerdings gefragt, wie die Passagiere des Luftschiffes auf das Empire gekommen wären. Die Kabine war ja doch ein "paar Meter" vom Gebäude entfernt.

Bin schon gespannt wie alles fertig aussehen wird.

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 15:44

Strickleiter-Hängebrücke … :]
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Donnerstag, 24. Februar 2011, 02:32

Da beide Modelle nach meiner Einschätzung eher öde zu bauen sind (viele gleichartige Elemente) und darüber hinaus die Nummerierung bei beiden bis Teil 28 geht, habe ich vor, die beiden Modelle parallel zu bauen.
Da der Zeppelin etwas älter ist als das Empire State werde ich mit ihm anfangen.
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Donnerstag, 24. Februar 2011, 02:40

Der Zeppelin ist aus 18 Sektionen zusammengesetzt, wobei mit der mittleren begonnen wird und dann zunächst die vordere Hälfte gebaut wird.
Das Hüllenteil für Sektion 1 ist, wie alle anderen auch, auf den berüchtigten folienkaschierten Karton gedruckt. Erfreulicherweise gibt es keine durchgehenden Knicklinien innerhalb des Teils, sondern nur Endmarkierungen zum Anlegen des Lineals.
Nach einigen Experimenten mit Restkarton habe ich festgestellt, dass der beste Effekt erzielt wird, wenn man diese Linien von der metallenen Oberseite mit dem Cutter leicht ritzt.
Nach dem Ausschneiden habe ich Ritz für Ritz leicht geknickt. Andere Knicke sind sorgsam zu vermeiden, da sie sich nicht nur nicht entfernen lassen, sondern auf der glänzenden Oberfläche auch noch sehr gut zu sehen sind.
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  • LZ 127 001.jpg
  • LZ 127 002.jpg
  • LZ 127 003.jpg
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Donnerstag, 24. Februar 2011, 02:42

Dieses Hüllenteil wird mit der Lasche 1a verschlossen. Die Naht befindet sich übrigens auf der Oberseite.
Übrigens befindet sich auf der Rückseite des Hüllenteils ein Richtungspfeil – nett.
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  • LZ 127 004.jpg
  • LZ 127 005.jpg
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Donnerstag, 24. Februar 2011, 02:52

Die Spanten 1b (vorne) und 1c (hinten) sollen nun in die Hülle eingebaut werden.
Dies ist, wie ich feststellen musste, ein höchst kritisches Unterfangen. Denn die Dinger sind beim Einpassen höchst widerspenstig und etwas zu groß geraten, wodurch sie sich teilweise auf scheußliche Weise an der Außenseite abzeichnen. Blöd – aber ich ziehe das jetzt durch.

Damit ist die erste Sektion also fertig. Es fällt auf, dass das Material ein recht großes Gewicht hat. Die durch die Spanten entstandenen Hubbel sind natürlich ärgerlich, aber der herrlich metallische Glanz der Oberfläche macht das wieder wett. Beim Vorbild war’s auch nicht besser:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co…elin_LZ_127.jpg
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  • LZ 127 006.jpg
  • LZ 127 007.jpg
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Montag, 28. Februar 2011, 23:35

Zwischenbericht aus dem Planungsbüro:

Das Postkartenmodell von Matt Bergstrom im Maßstab 1:4000 – welches ich übrigens sehr empfehlen kann als Fingerübung für verregnete Nachmittage – habe ich ohne die hässliche Antenne gebaut.
Mit einem abgewinkelten Stück Draht habe ich die USS Akron (bei meinem Wettbewerbsmodell wird’s natürlich der 127 sein) am Landemast verankert. Die Akron ist erhältlich unter
http://www.buildyourownnewyork.com/ – Extra projects. Mein Modellchen habe ich nicht ganz fertiggestellt – es geht ja nur ums Prinzip.

Bei der Gestaltung der Grundplatte habe ich mich sowohl vom New Yorker Stadtplan als auch von Werken Piet Mondrians (1872–1944) inspirieren lassen. Sie hat eine Fläche von 6x6 cm.

So ungefähr – nur eben zehnmal so groß – soll mein diesjähriges Wettbewerbsmodell aussehen.
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  • Klein 001.jpg
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Montag, 28. Februar 2011, 23:46

Wouw!

Moin zusammen,

ich sage nur WOUW!

Wie machst Du es mit der Stabilität? Der Zepp ist ja ein ziemlicher Brocken, der an der schmalen Spitze ein gewatliges statisches Problem darstellt...

Gruß
Hadu
Meryl Streep: "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle"

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Dienstag, 1. März 2011, 00:25

Hallo Hadu,

das wird, denke ich, das größte Problem. Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht – denn das Konstrukt sollte auch zerlegbar sein, ich wüsste nicht, wo ich den Wolkenkratzer mit abgespreiztem Zeppelin in meiner kleinen Studentenbude deponieren sollte.

Um meine Überlegungen zu bebildern, habe ich eine Skizze angehängt.
Der Mast wird mit vier Pappwinkeln abgestützt. Beim Vorbild befinden sich hier die geschwungenen Deko-Elemente, die Winkel lassen sich also gut tarnen.
Etwas aufwendiger wird die Tarnung einer kleinen Auflagefläche, die ein Verdrehen des Zeppelins um seine Längsachse verhindern soll. Ein Drahtwinkel fixiert die Bugspitze an der Mastspitze.
Die Hauptlast trägt jedoch ein Faden der im Zeppelin fixiert ist, irgendwann aus ihm austritt, an seiner Oberseite entlang läuft und im ESB verschwindet. Dort soll irgendwie Zug auf ihn ausgeübt werden – wie weiß ich noch nicht. Möglicherweise durch eine Winde oder ein frei hängendes Gewicht.

Mal schauen, vielleicht kann ich die Auflagefläche auch weglassen und den Draht etwas länger ausführen …
Vielleicht kann mir ja jemand ein paar Tipps geben, der sich mit der Materie auskennt – ich bin ja nur Kunstgeschichtler und kein Statiker …
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  • Skizze Statik 01.jpg
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Dienstag, 1. März 2011, 10:56

Hallo Felix,

wie währe es wenn du in das Luftschiff und dem Gebäude ein Messing- oder Alurohr verbaust und
dann einen geknichten Draht in die Rohre lose reinsteckst.

Die Rohre kannst du ja so lang machen wie du möchtest. Ich würde es beim Gebäude komplett durchzeihen.
Als Draht würde ich Federstahldraht mit 3mm nehmen.
Der Dürfte das Gewicht des Luftschiffes halten.
Und du solltest das Rohr im Gebäude alle 10cm mit dicken Pappspanten führen.

Ich habe es mal als Skizze angehängt.

Gruß Christian
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haduwolff

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Dienstag, 1. März 2011, 11:04

Statik...

Moin zusammen,

Felix, ich hab mir das mal skizziert und durchgedacht.

Du kommst mit dem Gewicht des Zepps nur mit einer Innenkonstruktion beider Modelle zu Rande.

Mein Vorschlag ist folgender:

1. eine stabile und schwere Basis, auf der das ESB steht, eine MDF-Platte wäre sinnvoll.

2. in beiden Modellen durchgängig ein Alu-Rohr in voller Länge montieren.

3. mit Feder-Stahldraht von mindestens 5 mm Stärke einen Winkel biegen, der die Verbindung herstellt und in den Modellen mindestens bis zur Hälfte in den Röhrchen steckt.

4. Das Standrohr im ESB muss in der Grundplatte verklebt sein und mit Winkeln gestützt werden, damit der Seitenschub nicht auf die Aussenhaut des Gebäudes drückt.

5. Die Grundplatte sollte mindestens 30 cm breiter als die Ausseknaknte des ESB sein. Evtl noch mit Gewichten stabilisieren.

Dann sollte das Ganze keine Probleme mehr machen. Ich hoffe, Dir damit geholfen zu haben.
Die Bauteile bekommst Du für kleines Geld im Baumarkt.

Gruß
Hadu
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Dienstag, 1. März 2011, 13:05

Zitat

Original von Felix
Vielleicht kann mir ja jemand ein paar Tipps geben, der sich mit der Materie auskennt – ich bin ja nur Kunstgeschichtler und kein Statiker …


Von wieviel Gewicht reden wir denn überhaupt?
Hast da 5 Tuben Uhu drin versenkt?

Es ist nur bedingt sinnvoll äußerst massiv zu bauen wenn dadurch das zu tragende Teil noch schwerer wird.
Es kommt ja auch niemand auf die Idee zum Auto abschleppen die Pufferbohle einer 120 Tonnen Lok zu montieren.

Meines Erachtens würde es wohl schon reichen innerhalb beider Modelle eine sinnige Spantenstruktur vorzusehen die vermeidet dass sich die auftretenden Kräfte auf die Aussenhaut der Modelle ausbreiten, sprich die Sache anfängt zu arbeiten.
Als Verbindungsteil könnte ich mir eine zurechtgebogene Fahrradspeiche vorstellen, oder ein ähnlich steifes Material.
Damit das Ding nicht plötzlich bäuchlings fliegt... wäre zu lösen wenn die Aufhängung innerhalb des Zeppelins aussermittig erfolgt (exakt an der Spitze eingeführt kann sie ja dennoch werden).

Karton, respektive die Strukturen die man mit ihm bilden kann, ist äußerst stabil so man gewisse Grundsätze befolgt.

Natürlich solltest du, da die gesamte Struktur ihren Schwerpunkt nicht mehr in der Mitte hat, für entsprechende Standfestigkeit Sorge tragen. Eine alte eingeklebte Mutter sollte dein Problem lösen. Eine größere Grundplatte hilft hier nur dann wenn sie entsprechend schwer ist.
Da würde ich eher die Möglichkeit vorziehen verdeckt Gewicht einzubringen. Das gibt der Sache einen deutlich höheren Anschaufaktor weil man eben genau etwas auffälliges, getrickstes erwarten würde.
Grüßle Stefan =)

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Dienstag, 1. März 2011, 13:19

Servus zusammen,

vielleicht geht das ja auch mit einem starken Magneten. Der Vorteil dabei ist, man kann den Zeppelin abnehmen. So wäre das dann auch transportabel. Wie genau der Magnet angebracht wird, musst du entscheiden, Felix. Ich habe das Modell nicht vorliegen. Gibt es nicht so eine Magnettafelfarbe? Damit könnte man die Innenseite des Zeppelin bestreichen und am Empire State Building einen Magneten anbringen.

Gruss Andy

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Dienstag, 1. März 2011, 15:13

Hallo Christian, Hadu, Stefan und Andy,

erstmal danke für eure Vorschläge!
In die beiden Modelle Rohre einzuziehen halte ich bei einem Kartonmodell in Leichtbauweise wie dem Zeppelin für übertrieben.

Wie wäre es, wenn ich einen Drahtwinkel nehme, der über die gesamte Länge des Zeppelins und die gesamte Höhe des ESB verläuft und dabei durch jeden Spant geführt wird?
Den Unterbau des ESB möchte ich mit Gewichten ausfüllen, sodass hier Standfestigkeit gewährleistet wird. Die Grundplatte (auch ich dachte hier an MDF) müsste dann nicht weiter behandelt werden, das ESB könnte einfach darauf stehen. Die Platte diente dann lediglich dem optischen Gewichtsausgleich.
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Dienstag, 1. März 2011, 17:10

Das mit einem Durchgehenden Draht geht auch, aber wenn du die beiden Modell trennst, hast du
einen riesiegen geknickten Draht, der sich schlecht transportiren lässt.
Und dann ist das noch eine Frage wie oft baust du sie zusammen und auseinander.
Wenn du nur Löcher in die Spanten machst, konnen diese ausgrackeln.
Baust du Rohre ein, kannst du einen kurzen Draht nehmen, da er nur eine verbindung der beiden Modelle ist.
Es reichen da schon 10cm pro Seite. Und die Rohre verteilen die Biegelast in die Modelle.
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Samstag, 4. Juni 2011, 12:10

Hiermit möchte ich bekannt geben, dass ich dieses Projekt auf unbestimmte Zeit einstelle. Seit Ende Februar hat sich hier nichts getan, und für einen Weiterbau innerhalb des Wettbewerbs-Zeitrahmens fehlt mir schlicht die Zeit.
Das heißt jedoch nicht, dass ich meine Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb kündige; ich werde nämlich ein anderes, weniger zeitaufwendiges Modell in Angriff nehmen. Dazu später mehr.

Liebe Grüße und auf bald

Felix
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Sonntag, 5. Juni 2011, 00:02

Hallo Felix,

auch wenn Du mit Deinem Bau pausierst. Vielleicht noch eine Idee um die erforderlichen Fakten für Dein "Zeppelin-Andocken" zu erheben.

Lege den Bogen der LZ 127 auf die Küchenwaage. Damit kennst Du im Prinzip die Masse des LZ-Modells (der Verschnitt fällt zwar weg, dafür kommt Klebe wieder dazu). Der Schwerpunkt dürfte ziemlich genau in der Mitte des Modells sein bei ca. 60 cm, so lang wäre dann auch der Lastarm, der mit der Masse des Modells belastet wird.

Dann kannst Du ein statisches Modell vom Modell machen, indem Du ein entsprechend langen Stab nimmst und an das eine Ende eine Knetmassen-Bömmel machst, der die gleiche Masse wie Dein Modell hat. Da kann man gefahrlos experimentieren, welche Konstruktion am besten geeignet ist.
Herzliche Grüße
Gerald


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