Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kartonbau.de - Alles rund um Papiermodelle, Kartonmodellbau und Bastelbogen. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Ingo

Meister

  • »Ingo« ist männlich
  • »Ingo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 273

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2006

  • Nachricht senden

1

Montag, 4. Mai 2009, 13:35

Ätzteile- Sandwichmethode

Hallo Bastelgemeinde.

Wer kennt das nicht: Man hat einen schönen Ätzsatz zum verfeinern seines Modells erstanden. Aber einige Teile, zum Beispiel Bootslager, Davits bei Schiffen, die Bastler der anderen Sparten haben auch ihre Beispiele, wirken seltsam dünn und stakig.
Man erreicht mit diesen Teilen eher das Gegenteil dessen, was man erreichen will, nämlich ein verfeinern des Modells.

Nun sind einige Modellbauer auf die Idee gekommen, eine so genannte „Sandwich-Methode“ anzuwenden. Dahinter steckt nichts weiter, als ein verstärken der Ätzteile mit Karton.

Das möchte ich hier einmal beschreiben.
»Ingo« hat folgendes Bild angehängt:
  • 1.jpg
Im Bau: S.M.S. Hindenburg GPM 1:200
USS Indianapolis 1:250 WHV

Ingo

Meister

  • »Ingo« ist männlich
  • »Ingo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 273

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2006

  • Nachricht senden

2

Montag, 4. Mai 2009, 13:37

RE: Ätzteile- Sandwichmethode

Los geht es. Nach dem Vereinzeln der Teile klebe ich sie auf Bastelkarton. Gut eignen sich Farbreserven, die manchen Modellen beiliegen, oder auch Farbkarton.
Die Teile auf dem Bild sind nicht sauber aufgeklebt, aber das spielt hier keine Rolle. Da sieht man nachher nichts mehr von. Ich habe hier UHU verwendet, aber auch mit Leim geht das gut.
»Ingo« hat folgendes Bild angehängt:
  • 2.jpg
Im Bau: S.M.S. Hindenburg GPM 1:200
USS Indianapolis 1:250 WHV

Ingo

Meister

  • »Ingo« ist männlich
  • »Ingo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 273

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2006

  • Nachricht senden

3

Montag, 4. Mai 2009, 13:38

RE: Ätzteile- Sandwichmethode

Nach guter Trockenzeit geht es an das ausstechen. Die Kante des Ätzteils dient als Anlage für das Messer.
Natürlich eignen sich auch andere Bastelmesser dazu, aber ich steche so etwas lieber aus.
»Ingo« hat folgende Bilder angehängt:
  • 3.jpg
  • 4.jpg
Im Bau: S.M.S. Hindenburg GPM 1:200
USS Indianapolis 1:250 WHV

Ingo

Meister

  • »Ingo« ist männlich
  • »Ingo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 273

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2006

  • Nachricht senden

4

Montag, 4. Mai 2009, 13:39

Ätzteile- Sandwichmethode

Anschließend werden die Teile wieder auf Karton geklebt und die Prozedur noch einmal wiederholt.
Auf Bild 6 sieht man das Ätzteil deutlich zwischen den Kartonteilen.
»Ingo« hat folgende Bilder angehängt:
  • 5.jpg
  • 6.jpg
Im Bau: S.M.S. Hindenburg GPM 1:200
USS Indianapolis 1:250 WHV

Ingo

Meister

  • »Ingo« ist männlich
  • »Ingo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 273

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2006

  • Nachricht senden

5

Montag, 4. Mai 2009, 13:39

Ätzteile- Sandwichmethode

Fehler, die beim ausstechen- oder schneiden passiert sind, können mit verdünntem Leim behoben werden, der mit einer Nadelspitze aufgetragen wird. Dadurch stabilisieren sich auch die Schnittkanten.
»Ingo« hat folgendes Bild angehängt:
  • 7.jpg
Im Bau: S.M.S. Hindenburg GPM 1:200
USS Indianapolis 1:250 WHV

Ingo

Meister

  • »Ingo« ist männlich
  • »Ingo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 273

Registrierungsdatum: 18. Dezember 2006

  • Nachricht senden

6

Montag, 4. Mai 2009, 13:41

Ätzteile- Sandwichmethode

Zuletzt werden die Kanten oder, je nach Kartonfarbe, das ganze Teil gefärbt, und fertig ist das Bauteil.
Die Vorteile dieses Verfahrens sind eindeutig:

Die Teile erhalten mehr „Körper“, entsprechen so mehr dem Vorbild als die dünnen Ätzteile.
Die feine Kontur der Ätzteile bleibt erhalten.
Durch die Blecheinlage neigen die Kartonteile nicht zum Verziehen, wie wir das alle kennen.
Die Teile sind außerordentlich stabil und robust. Das erleichtert natürlich den Ein- und Weiterbau.

Das war meine Vorstellung der „Sandwich-Methode“. Wie bereits angemerkt, praktizieren einige Bastler diese Arbeitsweise bereits, aber wenn dem Einen oder Anderen mit dieser Vorstellung weitergeholfen ist, wäre das Ziel erreicht.

Gruß
Ingo
»Ingo« hat folgendes Bild angehängt:
  • 8.jpg
Im Bau: S.M.S. Hindenburg GPM 1:200
USS Indianapolis 1:250 WHV

Peter P.

Erleuchteter

  • »Peter P.« ist männlich

Beiträge: 3 588

Registrierungsdatum: 22. Februar 2006

Beruf: Garagengnomhasser

  • Nachricht senden

7

Montag, 4. Mai 2009, 20:12

Super tip,und anschaulich dokumentiert,danke!


Ist Rechtschreibschwäche und grenzenlose Blödheit abmahnfähig?

  • »Hans-Jürgen« ist männlich

Beiträge: 2 375

Registrierungsdatum: 20. März 2005

Beruf: im Unruhestand

  • Nachricht senden

8

Montag, 4. Mai 2009, 21:45

Hallo Ingo,

danke für den Tipp und die gute Bauanleitung.

Nachdem ich mein erstes Modell mit Ätzteilen ausgestattet hatte, war für mich auch die "Stärke" mancher Bauteile enttäuschend.

Viele Grüße

Hans-Jürgen
Viele Grüße
Hans-Jürgen

  • »Hans-Joachim Möllenberg« ist männlich

Beiträge: 3 476

Registrierungsdatum: 4. November 2007

Beruf: Marineoffizier a.D.

  • Nachricht senden

9

Montag, 4. Mai 2009, 21:58

Moin Ingo,
...danke... :)...!

Gruß von der Ostsee
HaJo

  • »Frank Kelle« ist männlich

Beiträge: 1 044

Registrierungsdatum: 18. Oktober 2005

Beruf: Selbstständig

  • Nachricht senden

10

Montag, 4. Mai 2009, 22:02

Ich muß gestehen - DAS kannte ich wirklich nicht. Das kann man sicher auch bei anderen Modellen verwenden - daher sagte ich DANKE!

Social Bookmarks